Grenzsituationen in der Pflege

Nonfiction, Health & Well Being, Medical, Nursing
Cover of the book Grenzsituationen in der Pflege by Ursula Hogrefe, GRIN Verlag
View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart
Author: Ursula Hogrefe ISBN: 9783638546201
Publisher: GRIN Verlag Publication: September 18, 2006
Imprint: GRIN Verlag Language: German
Author: Ursula Hogrefe
ISBN: 9783638546201
Publisher: GRIN Verlag
Publication: September 18, 2006
Imprint: GRIN Verlag
Language: German

Examensarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Pflegewissenschaften, Note: gut, , 14 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Im Jahre 1969 begann ich meine Ausbildung an der Schwesternvorschule des Kreiskrankenhauses Hoya. Zu damaliger Zeit wurden bestimmte Themen im Pflegealltag tabuisiert. 'Über Gefühle spricht man nicht.' 'Eine Schwester ekelt sich nicht.' ungefähr so lauteten die Anweisungen unserer Unterrichtsschwester. Gefühlsregungen, vor allem wenn sie negativer Art sind, gelten heute wie damals in der Berufswelt der Pflegenden als meist nicht vorhanden. Schamgefühl, Angst und Ekel hat eine Pflegekraft nicht zu artikulieren. Im heutigen Berufsalltag kommen wir durch die Arbeitverdichtung immer mehr an unsere Grenzen. Aber nicht nur die Grenzen der Leistungsfähigkeit werden überschritten. Auch unsere inneren Grenzen der Erziehung, des kulturellen Umfeldes oder unsere eigenen Schutzgrenzen müssen wir oft mehrmals täglich überschreiten. Sei es bei Kontakt mit Exkrementen oder nur dadurch dass wir einem fremden Menschen körperlich nahe kommen müssen. Wir überschreiten unsere, sowie seine Grenzen. Machen uns die damit verbundenen Emotionen nicht bewusst, verdrängen sie oder leiten sie unbewusst um. Ich glaube; ein Mensch kann Leid, Schmutz oder unangenehme Gerüche nur in begrenztem Umfang bei anderen ertragen, wenn er sich nicht aktiv mit den damit verbundenen Gefühlen auseinander setzt. Ich habe während meiner pflegerischen Tätigkeit viel unterschwellige und auch direkte Gewalt an Patienten/Altenheimbewohnern beobachtet. Oft war den pflegenden Mitarbeitern oder auch Angehörigen ihr Handeln nicht bewusst. Ich glaube es gibt einen Zusammenhang zwischen verdrängten Gefühlen und Erkrankungen bei Pflegenden. In welchen Situationen fühlen sich Pflegende überfordert? Wo kommen sie an ihre Grenzen und wo müssen sie diese überschreiten? Welche Gefühle sind damit verbunden? Macht die Verdrängung von negativen Gefühlen krank? Hat die Verdrängung Auswirkungen auf unser pflegerisches Handeln? Und, wenn ja ? Wie kann man als Leitungskraft in der Pflege, dem entgegen wirken? Um diese Fragen soll es in meiner Hausarbeit gehen. Ich verstehe diese Arbeit als Hilfestellung für Mitarbeiter in Pflegeberufen. Ich möchte der Sprachlosigkeit in meinem Berufsumfeld ein Ende bereiten und einen Anstoß geben, sich mit unliebsamen Gefühlen/Emotionen auseinander zu setzen.

View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart

Examensarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Pflegewissenschaften, Note: gut, , 14 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Im Jahre 1969 begann ich meine Ausbildung an der Schwesternvorschule des Kreiskrankenhauses Hoya. Zu damaliger Zeit wurden bestimmte Themen im Pflegealltag tabuisiert. 'Über Gefühle spricht man nicht.' 'Eine Schwester ekelt sich nicht.' ungefähr so lauteten die Anweisungen unserer Unterrichtsschwester. Gefühlsregungen, vor allem wenn sie negativer Art sind, gelten heute wie damals in der Berufswelt der Pflegenden als meist nicht vorhanden. Schamgefühl, Angst und Ekel hat eine Pflegekraft nicht zu artikulieren. Im heutigen Berufsalltag kommen wir durch die Arbeitverdichtung immer mehr an unsere Grenzen. Aber nicht nur die Grenzen der Leistungsfähigkeit werden überschritten. Auch unsere inneren Grenzen der Erziehung, des kulturellen Umfeldes oder unsere eigenen Schutzgrenzen müssen wir oft mehrmals täglich überschreiten. Sei es bei Kontakt mit Exkrementen oder nur dadurch dass wir einem fremden Menschen körperlich nahe kommen müssen. Wir überschreiten unsere, sowie seine Grenzen. Machen uns die damit verbundenen Emotionen nicht bewusst, verdrängen sie oder leiten sie unbewusst um. Ich glaube; ein Mensch kann Leid, Schmutz oder unangenehme Gerüche nur in begrenztem Umfang bei anderen ertragen, wenn er sich nicht aktiv mit den damit verbundenen Gefühlen auseinander setzt. Ich habe während meiner pflegerischen Tätigkeit viel unterschwellige und auch direkte Gewalt an Patienten/Altenheimbewohnern beobachtet. Oft war den pflegenden Mitarbeitern oder auch Angehörigen ihr Handeln nicht bewusst. Ich glaube es gibt einen Zusammenhang zwischen verdrängten Gefühlen und Erkrankungen bei Pflegenden. In welchen Situationen fühlen sich Pflegende überfordert? Wo kommen sie an ihre Grenzen und wo müssen sie diese überschreiten? Welche Gefühle sind damit verbunden? Macht die Verdrängung von negativen Gefühlen krank? Hat die Verdrängung Auswirkungen auf unser pflegerisches Handeln? Und, wenn ja ? Wie kann man als Leitungskraft in der Pflege, dem entgegen wirken? Um diese Fragen soll es in meiner Hausarbeit gehen. Ich verstehe diese Arbeit als Hilfestellung für Mitarbeiter in Pflegeberufen. Ich möchte der Sprachlosigkeit in meinem Berufsumfeld ein Ende bereiten und einen Anstoß geben, sich mit unliebsamen Gefühlen/Emotionen auseinander zu setzen.

More books from GRIN Verlag

Cover of the book Wechselkurse und wirtschaftliche Beziehungen by Ursula Hogrefe
Cover of the book Jan Dibbets. Konzept und Umgang mit der Horizontrichtlinie by Ursula Hogrefe
Cover of the book Auswirkungen der Reform der Grundsicherung auf junge Wohnungslose - dargestellt am Beispiel des Hilfesystems in Stuttgart by Ursula Hogrefe
Cover of the book Geistiges Eigentum und Metallica by Ursula Hogrefe
Cover of the book Weltmodell und Gottesbegriff bei Fichte. Allgüte, Allwissen und Allmacht by Ursula Hogrefe
Cover of the book Das Kinderheim Baumgarten by Ursula Hogrefe
Cover of the book Der virtuelle Raum in der globalen Sicherheitspolitik by Ursula Hogrefe
Cover of the book Deiktische Bezüge im geschriebenen und gesprochenen Englisch by Ursula Hogrefe
Cover of the book Celebrating Culinary Culture: Food Rituals in Contemporary American Short Story Writing by Ursula Hogrefe
Cover of the book Zielkostenmanagement für indirekte Bereiche by Ursula Hogrefe
Cover of the book 'Raumsoziologie' von Martina Löw und Gabriele Sturm by Ursula Hogrefe
Cover of the book Stereotypisierende literarische Indianerfiguren und deren Modifizierung. James Fenimore Coopers 'The Last of the Mohicans' und 'The Pioneers' by Ursula Hogrefe
Cover of the book Durch flexible Arbeitszeitmodelle zu einer besseren Work-Life-Balance by Ursula Hogrefe
Cover of the book Arbeitnehmer und freie Mitarbeiter der Rundfunk- und Fernsehanstalten: Wie sind sie rechtlich abzugrenzen? by Ursula Hogrefe
Cover of the book Multikulturelles Lernen in Europa am Beispiel des Kopenhagener Modellversuches zur Berufs- und Bildungsberatung von Einwandererjugendlichen by Ursula Hogrefe
We use our own "cookies" and third party cookies to improve services and to see statistical information. By using this website, you agree to our Privacy Policy