Der ambulante Schlachthof

oder Wie man Politiker wieder das Fürchten lehrt. Die letzten Geheimnisse der Bundesrepublik

Nonfiction, Social & Cultural Studies, Political Science, Politics, Practical Politics
Cover of the book Der ambulante Schlachthof by Dirk Koch, Westend Verlag
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Author: Dirk Koch ISBN: 9783864896255
Publisher: Westend Verlag Publication: February 1, 2016
Imprint: Language: German
Author: Dirk Koch
ISBN: 9783864896255
Publisher: Westend Verlag
Publication: February 1, 2016
Imprint:
Language: German

Schmidt, Brandt, Augstein, Prinz Charles, Lambsdorff, Strauß, Barzel und Co. Spiegel-Journalist Dirk Koch, der die Flick-Affäre aufdeckte, plaudert aus dem Nähkästchen und liest seinen heutigen Kollegen die Leviten. Die Gegenseite wird frech. Die Gegenseite, die Staatsmacht, hät ihre lästigen Kontrolleure, die Journalisten, für ge­schwächt. Sie meint, sie könne es sich inzwischen heraus­ nehmen, unter Vorwänden die Presseleute und erst recht ihre Informanten in Regierungen, Behörden und Parlamen­ten mit Gefängnisstrafen einzuschüchtern. Das hat es seit der Spiegel-­Affäre 1962 wegen angeblichen Landesverrats so nicht mehr gegeben. Es stimmt, der Stand des Journalisten ist geschwächt: Redak­tionen werden verkleinert, Zeitungstitel zusammengelegt, Auflagen und Zuschauerzahlen sinken wegen des veränderten Medienkonsums insbesondere jüngerer Leute. Aber tragen nicht Journalisten Mitschuld am Niedergang des Gewerbes? Hätten sie mehr Interessantes zu bieten, wäre das vom Infor­mationseinheitsbrei übersättigte Publikum nicht wieder zu locken? Es wird zu wenig und zu wenig gut recherchiert.

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Schmidt, Brandt, Augstein, Prinz Charles, Lambsdorff, Strauß, Barzel und Co. Spiegel-Journalist Dirk Koch, der die Flick-Affäre aufdeckte, plaudert aus dem Nähkästchen und liest seinen heutigen Kollegen die Leviten. Die Gegenseite wird frech. Die Gegenseite, die Staatsmacht, hät ihre lästigen Kontrolleure, die Journalisten, für ge­schwächt. Sie meint, sie könne es sich inzwischen heraus­ nehmen, unter Vorwänden die Presseleute und erst recht ihre Informanten in Regierungen, Behörden und Parlamen­ten mit Gefängnisstrafen einzuschüchtern. Das hat es seit der Spiegel-­Affäre 1962 wegen angeblichen Landesverrats so nicht mehr gegeben. Es stimmt, der Stand des Journalisten ist geschwächt: Redak­tionen werden verkleinert, Zeitungstitel zusammengelegt, Auflagen und Zuschauerzahlen sinken wegen des veränderten Medienkonsums insbesondere jüngerer Leute. Aber tragen nicht Journalisten Mitschuld am Niedergang des Gewerbes? Hätten sie mehr Interessantes zu bieten, wäre das vom Infor­mationseinheitsbrei übersättigte Publikum nicht wieder zu locken? Es wird zu wenig und zu wenig gut recherchiert.

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