Die Beziehung zwischen den altägyptischen Priesterschaften und den ersten Ptolemäern

Die Entwicklung nach der Regierungsübernahme Ptolemaios II. Philadelphos 283/2 bis zum Ende des großen Aufstandes in der Thebais 186 unter Ptolemaios V. Epiphanes

Nonfiction, History, Ancient History
Cover of the book Die Beziehung zwischen den altägyptischen Priesterschaften und den ersten Ptolemäern by Roxana Romahn, GRIN Verlag
View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart
Author: Roxana Romahn ISBN: 9783640597819
Publisher: GRIN Verlag Publication: April 20, 2010
Imprint: GRIN Verlag Language: German
Author: Roxana Romahn
ISBN: 9783640597819
Publisher: GRIN Verlag
Publication: April 20, 2010
Imprint: GRIN Verlag
Language: German

Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 2,0, Universität Mannheim (Historisches Institut), Veranstaltung: Ägypten unter den Ptolemäern, Sprache: Deutsch, Abstract: In den klassischen Dynastien des alten, mittleren und neuen Reiches in Ägypten waren Staat und Religion untrennbar miteinander verbunden. Mächtige Priesterschaften nahmen offenkundig großen Einfluss auf die Pharaonen und prägten über sehr lange Zeit Ägyptens politisches Gebaren. Als die Perser Ägypten eroberten und sich Untertan machten, wendete sich jedoch das Blatt. Die Obrigkeit hatte nun keinen Respekt mehr vor der uralten Kultur und fast mystisch anmutenden Religion. Tempel wurden enteignet, Götterstatuen entwendet und die Priester unterdrückt und ausgebeutet. Es ist daher nicht erstaunlich, dass ganz Ägypten wie befreit jubelte und den neuen Herren Tür und Tor öffnete, als Alexander, der Große, 332 das Land von den Persern befreite und deutlich machte, 'daß er [Alexander] ihre Religion und ihre Kultur zu achten gedachte.' Erst 323 veränderte sich Ägyptens Situation erneut mit Alexanders Tod. Ptolemäos erhielt die Satrapie Ägypten. Es folgten Diadochenkriege, in deren Verlauf sich Ptolemaios als Herr Ägyptens durchsetzte und seine Machtposition behaupten konnte. Am 12. Januar 304 wurde Ptolemäos dann nach altägyptischer Tradition zum Pharao gekrönt. Ägypten hatte also nicht nur wieder einen Herrscher, der sich einen nicht-ägyptischen Königstitel gab, sondern auch wieder einen legitimen Pharao, der Bräuche und religiöse Eigenheiten des Landes achtete. Noch im selben Jahr bekamen die alten Priesterschaften ihren Status als religiöse Machthaber Ägyptens zurück. Offensichtlich hatte das neue ägyptische Regime aus den fatalen Fehlern der persischen Besetzung gelernt. Man wollte sich die Priesterschaften zu Nutze machen. In welchem Maße den Priesterschaften aus diesem Grund zusätzliche Rechte und Privilegien gewährt wurden, soll in dieser Arbeit genauso zum Thema gemacht werden, wie die Reaktion der Priesterschaften, die teils sehr gut mit der Regierung zusammenarbeiteten und teils auch den nationalen Widerstand unterstützten. Hierbei wird speziell auf die Rolle der Priesterschaften und ihre Beziehungen zu den ptolemäischen Regierung im ptolemäischen Reich eingegangen, beginnend mit der Zusammenarbeit zwischen Staat und Religion über die Maßnahmen, die Priesterschaften gegen die Ptolemäer ergriffen haben und endend mit den Aufständen der einheimischen Ägypter, an denen auch Priester beteiligt waren.

View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart

Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Geschichte - Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 2,0, Universität Mannheim (Historisches Institut), Veranstaltung: Ägypten unter den Ptolemäern, Sprache: Deutsch, Abstract: In den klassischen Dynastien des alten, mittleren und neuen Reiches in Ägypten waren Staat und Religion untrennbar miteinander verbunden. Mächtige Priesterschaften nahmen offenkundig großen Einfluss auf die Pharaonen und prägten über sehr lange Zeit Ägyptens politisches Gebaren. Als die Perser Ägypten eroberten und sich Untertan machten, wendete sich jedoch das Blatt. Die Obrigkeit hatte nun keinen Respekt mehr vor der uralten Kultur und fast mystisch anmutenden Religion. Tempel wurden enteignet, Götterstatuen entwendet und die Priester unterdrückt und ausgebeutet. Es ist daher nicht erstaunlich, dass ganz Ägypten wie befreit jubelte und den neuen Herren Tür und Tor öffnete, als Alexander, der Große, 332 das Land von den Persern befreite und deutlich machte, 'daß er [Alexander] ihre Religion und ihre Kultur zu achten gedachte.' Erst 323 veränderte sich Ägyptens Situation erneut mit Alexanders Tod. Ptolemäos erhielt die Satrapie Ägypten. Es folgten Diadochenkriege, in deren Verlauf sich Ptolemaios als Herr Ägyptens durchsetzte und seine Machtposition behaupten konnte. Am 12. Januar 304 wurde Ptolemäos dann nach altägyptischer Tradition zum Pharao gekrönt. Ägypten hatte also nicht nur wieder einen Herrscher, der sich einen nicht-ägyptischen Königstitel gab, sondern auch wieder einen legitimen Pharao, der Bräuche und religiöse Eigenheiten des Landes achtete. Noch im selben Jahr bekamen die alten Priesterschaften ihren Status als religiöse Machthaber Ägyptens zurück. Offensichtlich hatte das neue ägyptische Regime aus den fatalen Fehlern der persischen Besetzung gelernt. Man wollte sich die Priesterschaften zu Nutze machen. In welchem Maße den Priesterschaften aus diesem Grund zusätzliche Rechte und Privilegien gewährt wurden, soll in dieser Arbeit genauso zum Thema gemacht werden, wie die Reaktion der Priesterschaften, die teils sehr gut mit der Regierung zusammenarbeiteten und teils auch den nationalen Widerstand unterstützten. Hierbei wird speziell auf die Rolle der Priesterschaften und ihre Beziehungen zu den ptolemäischen Regierung im ptolemäischen Reich eingegangen, beginnend mit der Zusammenarbeit zwischen Staat und Religion über die Maßnahmen, die Priesterschaften gegen die Ptolemäer ergriffen haben und endend mit den Aufständen der einheimischen Ägypter, an denen auch Priester beteiligt waren.

More books from GRIN Verlag

Cover of the book Woodrow Wilson: 28. Präsident der USA by Roxana Romahn
Cover of the book Zukunftswohnen für Senioren: Derzeitige Marketingansätze für zukünftige Wohnformen für Senioren am Beispiel der geplanten Senioren-Wohngruppe in Kloten by Roxana Romahn
Cover of the book Zu Heinz Budes 'Generation Berlin' by Roxana Romahn
Cover of the book Interaktives Fernsehen - Benutzerorientierte Mehrwertgenerierung durch Konvergenz von TV und Internet by Roxana Romahn
Cover of the book Die Bedeutung von Wissen für unsere heutige Gesellschaft by Roxana Romahn
Cover of the book Der postmoderne Sport als Wechselspiel zwischen traditionellem und Trendsport by Roxana Romahn
Cover of the book Discourse markers in non-native English by Roxana Romahn
Cover of the book Die Bedeutung des Kiddusch ha-Schem im jüdischen Selbstverständnis by Roxana Romahn
Cover of the book Konfliktlinien in der Koedukationsdebatte - historisch und aktuell by Roxana Romahn
Cover of the book Die Schweizer Volksrechte: Ausprägungen und Wirkungen in den Kantonen und Gemeinden der Eidgenossenschaft by Roxana Romahn
Cover of the book Zur schichtspezifischen Sozialisation der 70er Jahre bis heute - mit einem Ausblick auf die Ergebnisse der PISA-Studie by Roxana Romahn
Cover of the book 'Handlungsmuster des Wirtschaftsmenschen'. Grundlage oder Abschreckungssszenario für die Entwicklung eines ökonomischen Bildungskonzepts für die berufliche Bildung? by Roxana Romahn
Cover of the book Mathematische Lernwerkstatt - Theorie und Praxis by Roxana Romahn
Cover of the book Umsetzung der ILB-Methode by Roxana Romahn
Cover of the book Verbesserung der individualtaktischen- und gruppentaktischen Maßnahmen Kreuzen, Spiel durch die Gasse und Hinterlaufen mit Torabschluss im Fußball by Roxana Romahn
We use our own "cookies" and third party cookies to improve services and to see statistical information. By using this website, you agree to our Privacy Policy