Die Rezeption Berthold Ottos in der pädagogischen Presse von 1900 bis 1914

Nonfiction, Reference & Language, Education & Teaching, History
Cover of the book Die Rezeption Berthold Ottos in der pädagogischen Presse von 1900 bis 1914 by Steffen Lasch, GRIN Verlag
View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart
Author: Steffen Lasch ISBN: 9783638473477
Publisher: GRIN Verlag Publication: February 24, 2006
Imprint: GRIN Verlag Language: German
Author: Steffen Lasch
ISBN: 9783638473477
Publisher: GRIN Verlag
Publication: February 24, 2006
Imprint: GRIN Verlag
Language: German

Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Pädagogik - Geschichte der Päd., Note: 1,0, Universität Potsdam (Institut für Pädagogik), 35 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Einleitung Deutschland zu Beginn des 20. Jahrhunderts: es herrschte Aufbruchstimmung in vielen gesellschaftlichen Bereichen. Die Menschen wähnten sich bereits mitten im technisierten Zeitalter, das Bild vom neuen Menschen entwickelte sich noch frei in vielfältigen Varianten. In der Kunst, in den Naturwissenschaften, in der Philosophie, in der Politik war man eingestellt auf revolutionäre Thesen. Nietzsche gehörte bereits der Vergangenheit an, die Sozialdemokratie wie auch die Idee des Sozialismus sind nicht aus der öffentlichen Debatte wegzudenken. Trotzdem befand sich der Großteil der Deutschen noch im Dornröschenschlaf des Kaiserreiches: es war normal, an die Güte und Weisheit des deutschen Übervaters zu glauben. Ideen präsentierten sich noch nicht dermaßen polarisiert, wie sie es einige Jahrzehnte später taten. Wer sich beispielsweise als Bodenreformer bezeichnete, musste nicht gegen die Monarchie sein. Wer einen 'nationalen Sozialismus' wollte, konnte sich diesen im Geist der Menschheitsliebe ausmalen. Die pädagogische Presse war es gewohnt, sich mit reformpädagogischen Ansätzen auseinanderzusetzen. Die Theorien der vielen pädagogischen Vordenker wurden dort kritisch bis sehr wohlwollend behandelt. Das Zeitphänomen Reformpädagogik war den Rezensenten neuer Bücher geläufig und sie versuchten - falls nicht im Bann persönlicher Zu- oder Abneigung - die Spreu vom Weizen zu trennen und die besprochenen Bücher auf die Machbarkeit der beschriebenen Theorien hin zu durchleuchten. Ein recht häufig besprochener Pädagoge war der aus Schlesien stammende Berthold Otto, der es mit seinen Schriften und seinen Reform-Schulen in Berlin-Lichterfelde und Magdeburg zu einiger Berühmtheit gebracht hatte. ...

View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart

Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Pädagogik - Geschichte der Päd., Note: 1,0, Universität Potsdam (Institut für Pädagogik), 35 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Einleitung Deutschland zu Beginn des 20. Jahrhunderts: es herrschte Aufbruchstimmung in vielen gesellschaftlichen Bereichen. Die Menschen wähnten sich bereits mitten im technisierten Zeitalter, das Bild vom neuen Menschen entwickelte sich noch frei in vielfältigen Varianten. In der Kunst, in den Naturwissenschaften, in der Philosophie, in der Politik war man eingestellt auf revolutionäre Thesen. Nietzsche gehörte bereits der Vergangenheit an, die Sozialdemokratie wie auch die Idee des Sozialismus sind nicht aus der öffentlichen Debatte wegzudenken. Trotzdem befand sich der Großteil der Deutschen noch im Dornröschenschlaf des Kaiserreiches: es war normal, an die Güte und Weisheit des deutschen Übervaters zu glauben. Ideen präsentierten sich noch nicht dermaßen polarisiert, wie sie es einige Jahrzehnte später taten. Wer sich beispielsweise als Bodenreformer bezeichnete, musste nicht gegen die Monarchie sein. Wer einen 'nationalen Sozialismus' wollte, konnte sich diesen im Geist der Menschheitsliebe ausmalen. Die pädagogische Presse war es gewohnt, sich mit reformpädagogischen Ansätzen auseinanderzusetzen. Die Theorien der vielen pädagogischen Vordenker wurden dort kritisch bis sehr wohlwollend behandelt. Das Zeitphänomen Reformpädagogik war den Rezensenten neuer Bücher geläufig und sie versuchten - falls nicht im Bann persönlicher Zu- oder Abneigung - die Spreu vom Weizen zu trennen und die besprochenen Bücher auf die Machbarkeit der beschriebenen Theorien hin zu durchleuchten. Ein recht häufig besprochener Pädagoge war der aus Schlesien stammende Berthold Otto, der es mit seinen Schriften und seinen Reform-Schulen in Berlin-Lichterfelde und Magdeburg zu einiger Berühmtheit gebracht hatte. ...

More books from GRIN Verlag

Cover of the book Zahlungsregelungen in AGB mit MwSt eines gewerblichen Verkäufers gegenüber einem gewerblichen Käufer (Unternehmer) by Steffen Lasch
Cover of the book Strukturen technischen Denkens in Robert Musils Roman 'Der Mann ohne Eigenschaften' by Steffen Lasch
Cover of the book Erfolgsfaktoren regionaler, nationaler und internationaler Konsumgütermarken by Steffen Lasch
Cover of the book Differenzierung politischer Forderungen von Nancy Fraser, Formen der Unterdrückung differenziert von Iris Marion Young - und mögliche Konsequenzen by Steffen Lasch
Cover of the book Quintland. The Canadian Dionne Quintuplets During the Great Depression by Steffen Lasch
Cover of the book Diskussion um eine 'Neue Regionale Geographie' by Steffen Lasch
Cover of the book Die Türkei als EU-Mitglied? Diskussionen, Kompromisse, Vor- und Nachteile by Steffen Lasch
Cover of the book Healthcare Industry in America and Canada by Steffen Lasch
Cover of the book Die phonologische Bewusstheit für Lese- und Rechtschreibleistungen. Möglichkeiten der Erhebung mittels diagnostischer Verfahren by Steffen Lasch
Cover of the book Christlicher 'heiliger Krieg' und 'Jihad' im Islam by Steffen Lasch
Cover of the book Zwischen Anspruch und Wirklichkeit by Steffen Lasch
Cover of the book Therapie statt Strafe by Steffen Lasch
Cover of the book Linda Nochlin: Kunstgeschichte als feministische Kulturwissenschaft by Steffen Lasch
Cover of the book Das japanische Gesundheitssystem. Analyse anhand verschiedener Kriterien by Steffen Lasch
Cover of the book Budgethilfe zur Armutsbekämpfung. Eine kritische Analyse by Steffen Lasch
We use our own "cookies" and third party cookies to improve services and to see statistical information. By using this website, you agree to our Privacy Policy