Entwicklungslinien in der Heimerziehung nach 1945

Nonfiction, Reference & Language, Education & Teaching, History
Cover of the book Entwicklungslinien in der Heimerziehung nach 1945 by Mirjam Günther, GRIN Verlag
View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart
Author: Mirjam Günther ISBN: 9783640362837
Publisher: GRIN Verlag Publication: July 1, 2009
Imprint: GRIN Verlag Language: German
Author: Mirjam Günther
ISBN: 9783640362837
Publisher: GRIN Verlag
Publication: July 1, 2009
Imprint: GRIN Verlag
Language: German

Vordiplomarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Pädagogik - Geschichte der Päd., Note: 2, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Sprache: Deutsch, Abstract: 'Wenn wir die Feinheiten und Elaboriertheiten akademischer Sprache beiseite lassen, dann müssen wir feststellen, dass Heimerziehung immer dann, 'wenn es nicht mehr geht' - dem einen zur Entlastung, dem anderen zur Drohung - zur Verfügung stehen muß [!]. Dies verweist auf die gesellschaftliche Funktion von Heimerziehung und den Beitrag, den sie zur sozialen Kontrolle leistet.' (Friedhelm Peters 1991) Mit diesen Worten leitet Friedhelm Peters sein Buch 'Jenseits von Familie und Anstalt' ein und gibt damit ebenfalls die Meinung einer breiten Öffentlichkeit wieder, wenn es um das Thema der Heimerziehung geht. In den Köpfen der meisten Menschen gilt die Heimerziehung immer noch als der letzte Ausweg, den man für Kinder und Jugendliche finden kann, die aus verschiedenen Gründen nicht mehr in ihren Herkunftsfamilien leben können. Sie wird dabei aber eher als Strafe verstanden und nicht als Chance für ein neues Leben, die den Kindern geboten wird. Dieses Negativbild der Heimerziehung hat sich aus der Realität der Heimerziehung früherer Zeiten entwickelt und hatte zu dieser Zeit auch seine Berechtigung. Nun ist aber zu fragen, ob dieses Negativbild, mit dem auch die heutige Heimerziehung meist noch belastet ist, auch heute noch seine Berechtigung hat oder ob es nur noch ein Überbleibsel aus alten Zeiten ist und mit der aktuellen Heimerziehung nichts mehr zu tun hat. Ziel dieser Arbeit ist es, die Entwicklung in der Heimerziehung seit 1945 darzustellen. Zuerst wird dazu kurz die Geschichte der Heimerziehung von ihrem Beginn an bis zum Ende des 2. Weltkrieges 1945 beschrieben. Danach werden zentrale Entwicklungslinien in der gesamten Heimerziehung erklärt. Im Anschluss folgen eine Darstellung der Situation der Heimerziehung bei Kriegsende und erste Reformbestrebungen nach 1945. Weiterhin werden die Heimkampagne der 60er und 70er Jahre ausführlich dargestellt, die daran anschließenden Reformdiskussionen und die Hamburger Heimreform der 80er Jahre. Danach werden die neueren Entwicklungen in der Heimerziehung in den 90er Jahren beschreiben, wobei der Schwerpunkt auf dem neuen Kinder- und Jugendhilfegesetz liegt. Abschließend wird der aktuelle Stand der Entwicklungen der Heimerziehung festgehalten und somit zu überprüfen, ob das allgemeine Negativimage der Heimerziehung noch gerechtfertig ist oder ob sich die Heimerziehung nicht inzwischen in eine positive Lebensalternative für Kinder und Jugendliche gewandelt hat, die nicht mehr in ihrer Herkunftsfamilie leben können.

View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart

Vordiplomarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Pädagogik - Geschichte der Päd., Note: 2, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Sprache: Deutsch, Abstract: 'Wenn wir die Feinheiten und Elaboriertheiten akademischer Sprache beiseite lassen, dann müssen wir feststellen, dass Heimerziehung immer dann, 'wenn es nicht mehr geht' - dem einen zur Entlastung, dem anderen zur Drohung - zur Verfügung stehen muß [!]. Dies verweist auf die gesellschaftliche Funktion von Heimerziehung und den Beitrag, den sie zur sozialen Kontrolle leistet.' (Friedhelm Peters 1991) Mit diesen Worten leitet Friedhelm Peters sein Buch 'Jenseits von Familie und Anstalt' ein und gibt damit ebenfalls die Meinung einer breiten Öffentlichkeit wieder, wenn es um das Thema der Heimerziehung geht. In den Köpfen der meisten Menschen gilt die Heimerziehung immer noch als der letzte Ausweg, den man für Kinder und Jugendliche finden kann, die aus verschiedenen Gründen nicht mehr in ihren Herkunftsfamilien leben können. Sie wird dabei aber eher als Strafe verstanden und nicht als Chance für ein neues Leben, die den Kindern geboten wird. Dieses Negativbild der Heimerziehung hat sich aus der Realität der Heimerziehung früherer Zeiten entwickelt und hatte zu dieser Zeit auch seine Berechtigung. Nun ist aber zu fragen, ob dieses Negativbild, mit dem auch die heutige Heimerziehung meist noch belastet ist, auch heute noch seine Berechtigung hat oder ob es nur noch ein Überbleibsel aus alten Zeiten ist und mit der aktuellen Heimerziehung nichts mehr zu tun hat. Ziel dieser Arbeit ist es, die Entwicklung in der Heimerziehung seit 1945 darzustellen. Zuerst wird dazu kurz die Geschichte der Heimerziehung von ihrem Beginn an bis zum Ende des 2. Weltkrieges 1945 beschrieben. Danach werden zentrale Entwicklungslinien in der gesamten Heimerziehung erklärt. Im Anschluss folgen eine Darstellung der Situation der Heimerziehung bei Kriegsende und erste Reformbestrebungen nach 1945. Weiterhin werden die Heimkampagne der 60er und 70er Jahre ausführlich dargestellt, die daran anschließenden Reformdiskussionen und die Hamburger Heimreform der 80er Jahre. Danach werden die neueren Entwicklungen in der Heimerziehung in den 90er Jahren beschreiben, wobei der Schwerpunkt auf dem neuen Kinder- und Jugendhilfegesetz liegt. Abschließend wird der aktuelle Stand der Entwicklungen der Heimerziehung festgehalten und somit zu überprüfen, ob das allgemeine Negativimage der Heimerziehung noch gerechtfertig ist oder ob sich die Heimerziehung nicht inzwischen in eine positive Lebensalternative für Kinder und Jugendliche gewandelt hat, die nicht mehr in ihrer Herkunftsfamilie leben können.

More books from GRIN Verlag

Cover of the book Mündliche Kommunikation - Lästern, Frotzeln by Mirjam Günther
Cover of the book Ausarbeitung zur Studie von J.J. Arnett 'Adolescents' uses of media for self-socialization' by Mirjam Günther
Cover of the book Realitätskonzept und künstlerisches Weltmodell in Gogol's 'Toten Seelen' by Mirjam Günther
Cover of the book Erwerbslosigkeit und Gesundheit by Mirjam Günther
Cover of the book Erlebnis- und fertigkeitsorientiertes Geräteturnen in einer 6. Klasse der Orientierungsstufe by Mirjam Günther
Cover of the book Soziale Ungleichheit im Bildungssystem by Mirjam Günther
Cover of the book Mars oder Venus? - Geschlechterrollen in Erotikfilmen by Mirjam Günther
Cover of the book Schulungsentwurf nach dem 4C/ID-Modell zum Thema 'Durchführung eines virtuellen Tutoriums' by Mirjam Günther
Cover of the book Kaiserin Wu Zetian ??? (624?-705, reg. 690-705) by Mirjam Günther
Cover of the book Glückliche Mitarbeiter. Talent Management als Lösungsansatz für aktuelle Herausforderungen des Personalmanagements by Mirjam Günther
Cover of the book Was ist Kundenloyalität und wie kann ich diese steigern? by Mirjam Günther
Cover of the book Zeche Zollverein, Schacht XII. Ein Modell für den Strukturwandel altindustrialisierter Räume? by Mirjam Günther
Cover of the book Die WDR Eigenproduktion - Ein Erfahrungsbericht by Mirjam Günther
Cover of the book Der Skandal ist die Moral - Die Rolle des Dopings in einem Theater namens Tour de France by Mirjam Günther
Cover of the book Frühkindliche motorische Entwicklungsdefizite und Rechtschreibschwäche by Mirjam Günther
We use our own "cookies" and third party cookies to improve services and to see statistical information. By using this website, you agree to our Privacy Policy