Mentale Verursachung. Positionen im 21. Jahrhundert

Wege der Entscheidungsfindung

Nonfiction, Religion & Spirituality, Philosophy, Modern
Cover of the book Mentale Verursachung. Positionen im 21. Jahrhundert by Susanne Müller, GRIN Verlag
View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart
Author: Susanne Müller ISBN: 9783640189427
Publisher: GRIN Verlag Publication: October 15, 2008
Imprint: GRIN Verlag Language: German
Author: Susanne Müller
ISBN: 9783640189427
Publisher: GRIN Verlag
Publication: October 15, 2008
Imprint: GRIN Verlag
Language: German

Magisterarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts / Gegenwart, Note: 1,8, Freie Universität Berlin (Institut für Philosophie), 66 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Wir sind Teil einer physischen Welt, erleben uns aber gleichzeitig als seelischgeistige Wesen mit Wahrnehmungen, Wünschen und Absichten. Diese aus einer scheinbar privilegierten Innenperspektive heraus wahrgenommenen Zustände nennt man mentale oder geistige Zustände. Mentale Zustände sind auf Dinge, Sachverhalte und Ereignisse gerichtet und haben einen Inhalt1: Sie sind intentional. Diese Intentionalität mentaler Zustände scheint physischen Zuständen nicht eigen zu sein: Steine, Herzen, Bäume oder Atome haben keine Wünsche, Absichten, Wahrnehmungen oder Gedanken, die sich auf bestimmte Dinge beziehen. Mit unserem Gefühl bzw. der starken Intuition, körperliche von mentalen Zuständen unterscheiden zu können, haben wir einen guten Grund zu folgender Annahme: (1) Mentale Zustände scheinen prinzipiell anderer Art zu sein, als physische Zustände. Wir bewegen uns in dieser physischen Welt und interagieren mit ihr in einer unendlich mannigfaltigen Art und Weise. Als Teil dieser Welt sind wir von ihr abhängig, insofern wir atmen, essen und in ihr leben. Doch wir nehmen auch verändernd auf diese Welt Einfluss, formen sie nach unseren Vorstellungen. Was wir erleben, ist folglich eine reichhaltige, wechselseitige kausale Beziehung von mentalen und physischen Zuständen. Mentale Zustände sind oft unmittelbar körperlich beobachtbar: wenn ich aufgrund einer Erinnerung lächle oder vor Schmerz schreie. Mentale Ereignisse können unmittelbar Ursache unseres Verhaltens sein und motiviert so eine weitere Annahme: (2) Mentale Zustände beeinflussen unser Verhalten und physische Zustände rufen, unter anderem, bewusste Erlebnisse hervor. Diese beiden Annahmen werden uns täglich bestätigt und sind daher für uns selbstverständlich. Die Naturwissenschaften zeichnen nun, unterstützt von empirischen Belegen, ein ganz anderes Bild. Sie konfrontieren unser Selbstverständnismit folgender These: (3) Menschliches Verhalten ist ein gehirngesteuertes, kausal lückenloses physisches Geschehen. Die Welt und damit der Mensch als Teil von ihr sei kausal komplett geschlossen. Welches physische Ereignis in der Welt wir auch betrachten, wir werden immer auf ein weiteres physisches Ereignis als Ursache stoßen und niemals den Bereichdes Physischen verlassen müssen. Für mentale oder nicht-physische Ursachen ist in dieser Kette kein Platz.

View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart

Magisterarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts / Gegenwart, Note: 1,8, Freie Universität Berlin (Institut für Philosophie), 66 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Wir sind Teil einer physischen Welt, erleben uns aber gleichzeitig als seelischgeistige Wesen mit Wahrnehmungen, Wünschen und Absichten. Diese aus einer scheinbar privilegierten Innenperspektive heraus wahrgenommenen Zustände nennt man mentale oder geistige Zustände. Mentale Zustände sind auf Dinge, Sachverhalte und Ereignisse gerichtet und haben einen Inhalt1: Sie sind intentional. Diese Intentionalität mentaler Zustände scheint physischen Zuständen nicht eigen zu sein: Steine, Herzen, Bäume oder Atome haben keine Wünsche, Absichten, Wahrnehmungen oder Gedanken, die sich auf bestimmte Dinge beziehen. Mit unserem Gefühl bzw. der starken Intuition, körperliche von mentalen Zuständen unterscheiden zu können, haben wir einen guten Grund zu folgender Annahme: (1) Mentale Zustände scheinen prinzipiell anderer Art zu sein, als physische Zustände. Wir bewegen uns in dieser physischen Welt und interagieren mit ihr in einer unendlich mannigfaltigen Art und Weise. Als Teil dieser Welt sind wir von ihr abhängig, insofern wir atmen, essen und in ihr leben. Doch wir nehmen auch verändernd auf diese Welt Einfluss, formen sie nach unseren Vorstellungen. Was wir erleben, ist folglich eine reichhaltige, wechselseitige kausale Beziehung von mentalen und physischen Zuständen. Mentale Zustände sind oft unmittelbar körperlich beobachtbar: wenn ich aufgrund einer Erinnerung lächle oder vor Schmerz schreie. Mentale Ereignisse können unmittelbar Ursache unseres Verhaltens sein und motiviert so eine weitere Annahme: (2) Mentale Zustände beeinflussen unser Verhalten und physische Zustände rufen, unter anderem, bewusste Erlebnisse hervor. Diese beiden Annahmen werden uns täglich bestätigt und sind daher für uns selbstverständlich. Die Naturwissenschaften zeichnen nun, unterstützt von empirischen Belegen, ein ganz anderes Bild. Sie konfrontieren unser Selbstverständnismit folgender These: (3) Menschliches Verhalten ist ein gehirngesteuertes, kausal lückenloses physisches Geschehen. Die Welt und damit der Mensch als Teil von ihr sei kausal komplett geschlossen. Welches physische Ereignis in der Welt wir auch betrachten, wir werden immer auf ein weiteres physisches Ereignis als Ursache stoßen und niemals den Bereichdes Physischen verlassen müssen. Für mentale oder nicht-physische Ursachen ist in dieser Kette kein Platz.

More books from GRIN Verlag

Cover of the book Voraussetzungen für das Ablegen von auffälligem Verhalten bei Kindern und Jugendlichen by Susanne Müller
Cover of the book Die Sozioprudenz des Verführens. Kierkegaards 'Tagebuch des Verführers' by Susanne Müller
Cover of the book 'Far from the Madding Crowd' by Thomas Hardy as a Criticism of Romantic Love by Susanne Müller
Cover of the book Darstellung homosexueller Beziehungen in Computerspielen. Änderungen der letzen dreißig Jahre by Susanne Müller
Cover of the book Risiken und Probleme des Anschlusses von Weiterbildung an Marktforschung by Susanne Müller
Cover of the book Der Beitrag des Handelscontrollings zu einer methodisch fundierten und erfolgsorientierten Sortimentssteuerung im filialisierten Non-Food-Handel by Susanne Müller
Cover of the book Geldpolitische Instrumente der Europäischen Zentralbank by Susanne Müller
Cover of the book Die Partnerschaftsgesellschaft - Entstehungsgeschichte, Merkmale, juristische Einzelheiten by Susanne Müller
Cover of the book Vendor Managed Inventory als Steuerungskonzept in der Automobilindustrie dargestellt am Beispiel der Blaupunkt GmbH by Susanne Müller
Cover of the book Die Technische Analyse und die Kapitalmarkteffizienz am Beispiel des deutschen Aktienmarkts by Susanne Müller
Cover of the book Produktkriterien einer Mobile Wallet zur Zufriedenheit und Akzeptanz der deutschen Endanwender by Susanne Müller
Cover of the book Musik als Bezugspunkt der Sozialisation von Kindern. Über Möglichkeiten und Grenzen der musikbezogenen Projektarbeit in der Schule by Susanne Müller
Cover of the book Essen und Trinken in der Nayi Kahani by Susanne Müller
Cover of the book Competitive Strategies of Foreign Original Equipment Manufacturers in the Indian Passenger Car Industry by Susanne Müller
Cover of the book >>Von deinem Gott war die Rede, ich sprach/ gegen ihn<<: Aspekte der Frage nach Gott in Leben und Werk Paul Celans by Susanne Müller
We use our own "cookies" and third party cookies to improve services and to see statistical information. By using this website, you agree to our Privacy Policy