Spiegelung und Inszenierung der Stadt in der Zeitschrift 'Die Gartenlaube' 1880 bis 1900

Nonfiction, Social & Cultural Studies, Social Science, Anthropology
Cover of the book Spiegelung und Inszenierung der Stadt in der Zeitschrift 'Die Gartenlaube' 1880 bis 1900 by Anne Krenzer, GRIN Verlag
View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart
Author: Anne Krenzer ISBN: 9783638628303
Publisher: GRIN Verlag Publication: April 1, 2007
Imprint: GRIN Verlag Language: German
Author: Anne Krenzer
ISBN: 9783638628303
Publisher: GRIN Verlag
Publication: April 1, 2007
Imprint: GRIN Verlag
Language: German

Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Kulturwissenschaften - Empirische Kulturwissenschaften, Note: 1,3, Universität Leipzig (Institut für Kulturwissenschaften), Veranstaltung: Europäische Städte im Umbruch. Sozial- und Wahrnehmungsgeschichte urbaner Zentren im 19. Jahrhundert, 8 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Um zum Thema dieser Hausarbeit, der Darstellung von 'Stadt' in den Printmedien, insbesondere in der Familienzeitschrift 'Gartenlaube', hinzuführen, soll zunächst ein kurzer Einblick in die Geschichte der Presse im 19. Jahrhundert gegeben werden. Die Entwicklung der Massenpresse vor 1900 steht in engem Zusammenhang mit der Anfang bis Mitte des 19. Jahrhunderts einsetzenden Verstädterung. Der Zuzug in die Stadt riss bis zum 1. Weltkrieg nicht ab, vollzog sich aber vor allem im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts, so dass die Stadtbevölkerung innerhalb von hundert Jahren auf das Sechs- bis Zehnfache anstieg. 1 Hatte die Parteipresse bereits in der Revolution von 1848 eine Rolle gespielt, traten gegen Ende des 19. Jahrhunderts die Generalanzeiger als 'Prototypen der neuen Massenpresse' 2 vor allem in den Mittel- und Großstädten in den Vordergrund. 3 Die Finanzierung durch Anzeigen 4 , sowie neue Drucktechniken und sinkende Papierpreise machten es möglich, die Zeitungen billiger zu verkaufen. Ein Massenpublikum konnte mit Hilfe der geringeren Preise und der neuen politischen Neutralität erreicht werden. 5 Auch die Vertriebsbedingungen änderten sich. Die Konzentration der Leser in den Städten erleichterte die Verteilung ebenso wie neue Transportmittel. Wurden Zeitungen bisher fast ausschließlich über Abonnements bezogen, kam nun in den Städten der Vertrieb an Kiosks oder durch Straßenverkäufer hinzu. Eine weitere Neuerung bestand darin, dass beim Leser statt einer ideologisch-politischen eine räumliche oder emotionale Bindung zu einem Blatt geschaffen wurde. 6 Noch vor den Tageszeitungen gelang es den meist wöchentlich erscheinenden Zeitschriften, aus denen sich später die Illustrierten entwickeln sollten, bereits seit Mitte des 19. Jahrhunderts eine breite Leserschaft anzusprechen. Die vorliegende Hausarbeit verwendet als Quelle Die Gartenlaube, die 1853 in Leipzig von dem in liberaler Tradition stehenden Verleger Ernst Keil gegründet wurde. Die Zeitschrift, die bis 1944 erschien, wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einem der bedeutendsten deutschen [...]

View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart

Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Kulturwissenschaften - Empirische Kulturwissenschaften, Note: 1,3, Universität Leipzig (Institut für Kulturwissenschaften), Veranstaltung: Europäische Städte im Umbruch. Sozial- und Wahrnehmungsgeschichte urbaner Zentren im 19. Jahrhundert, 8 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Um zum Thema dieser Hausarbeit, der Darstellung von 'Stadt' in den Printmedien, insbesondere in der Familienzeitschrift 'Gartenlaube', hinzuführen, soll zunächst ein kurzer Einblick in die Geschichte der Presse im 19. Jahrhundert gegeben werden. Die Entwicklung der Massenpresse vor 1900 steht in engem Zusammenhang mit der Anfang bis Mitte des 19. Jahrhunderts einsetzenden Verstädterung. Der Zuzug in die Stadt riss bis zum 1. Weltkrieg nicht ab, vollzog sich aber vor allem im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts, so dass die Stadtbevölkerung innerhalb von hundert Jahren auf das Sechs- bis Zehnfache anstieg. 1 Hatte die Parteipresse bereits in der Revolution von 1848 eine Rolle gespielt, traten gegen Ende des 19. Jahrhunderts die Generalanzeiger als 'Prototypen der neuen Massenpresse' 2 vor allem in den Mittel- und Großstädten in den Vordergrund. 3 Die Finanzierung durch Anzeigen 4 , sowie neue Drucktechniken und sinkende Papierpreise machten es möglich, die Zeitungen billiger zu verkaufen. Ein Massenpublikum konnte mit Hilfe der geringeren Preise und der neuen politischen Neutralität erreicht werden. 5 Auch die Vertriebsbedingungen änderten sich. Die Konzentration der Leser in den Städten erleichterte die Verteilung ebenso wie neue Transportmittel. Wurden Zeitungen bisher fast ausschließlich über Abonnements bezogen, kam nun in den Städten der Vertrieb an Kiosks oder durch Straßenverkäufer hinzu. Eine weitere Neuerung bestand darin, dass beim Leser statt einer ideologisch-politischen eine räumliche oder emotionale Bindung zu einem Blatt geschaffen wurde. 6 Noch vor den Tageszeitungen gelang es den meist wöchentlich erscheinenden Zeitschriften, aus denen sich später die Illustrierten entwickeln sollten, bereits seit Mitte des 19. Jahrhunderts eine breite Leserschaft anzusprechen. Die vorliegende Hausarbeit verwendet als Quelle Die Gartenlaube, die 1853 in Leipzig von dem in liberaler Tradition stehenden Verleger Ernst Keil gegründet wurde. Die Zeitschrift, die bis 1944 erschien, wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einem der bedeutendsten deutschen [...]

More books from GRIN Verlag

Cover of the book Die Debatte über den angestrebten EU-Beitritt der Türkei in Deutschland, Frankreich und Großbritannien by Anne Krenzer
Cover of the book Balanced Scorecard - Innovatives Controllinginstrument, oder nur eine Modeerscheinung? by Anne Krenzer
Cover of the book Förderungsmöglichkeiten für leistungsstarke Auszubildende in der betrieblichen Ausbildung by Anne Krenzer
Cover of the book Das Gleichnis vom verlorenen Sohn als Thema einer Unterrichtsstunde in der 8. Klassenstufe by Anne Krenzer
Cover of the book Die Grenzen der psychoanalytischen und humanistischen Familientherapie by Anne Krenzer
Cover of the book Michelangelos Fresko des Jüngsten Gerichtes in der Sixtinischen Kapelle by Anne Krenzer
Cover of the book Welchen Beitrag kann Soziale Arbeit im mobilen und stationären Palliativbereich leisten? by Anne Krenzer
Cover of the book Leseförderung in der Unterstufe der Sekundarstufe I by Anne Krenzer
Cover of the book Der Gleichheitsmythos in Paarbeziehungen unter besonderer Berücksichtigung homosexueller Partnerschaften by Anne Krenzer
Cover of the book Grundlagen der Ethik bei Emil Brunner by Anne Krenzer
Cover of the book Emotionen als Bestandteil der Informationsverarbeitung: Wechselwirkungen mit neuro-kognitiven Funktionen by Anne Krenzer
Cover of the book Welche Kriterien müssen wir beim Schluss einer Erörterung beachten? by Anne Krenzer
Cover of the book Trading company shares at multiple stock exchanges. Costs and Benefits of U.S. cross-listings by Anne Krenzer
Cover of the book Die Geschichte der Hannoveraner Könige by Anne Krenzer
Cover of the book Aktuelle Entwicklungen im internationalen Recht des Klimaschutzes by Anne Krenzer
We use our own "cookies" and third party cookies to improve services and to see statistical information. By using this website, you agree to our Privacy Policy