Zur 'Ichlosigkeit' des Protagonisten 'Ginster' in Siegfried Kracauers gleichnamigem Roman

Fiction & Literature, Literary Theory & Criticism, European, German
Cover of the book Zur 'Ichlosigkeit' des Protagonisten 'Ginster' in Siegfried Kracauers gleichnamigem Roman by Anonym, GRIN Verlag
View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart
Author: Anonym ISBN: 9783656188759
Publisher: GRIN Verlag Publication: May 11, 2012
Imprint: GRIN Verlag Language: German
Author: Anonym
ISBN: 9783656188759
Publisher: GRIN Verlag
Publication: May 11, 2012
Imprint: GRIN Verlag
Language: German

Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,3, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Titelfigur 'Ginster' in Kracauers gleichnamigen Roman wurde in der zeitgenössischen und in der neueren Forschung enorme Beachtung geschenkt und insbesondere Ginsters Wesen wurde häufig thematisiert. In zahlreichen Rezensionen und Interpretationen wird der Titelfigur Ginster nachgesagt, er habe kein 'Ich' und besitze keine Individualität. Daneben werden ihm immer wieder 'Ichlosigkeit', fehlende Identität oder auch Willenslosigkeit attestiert. Bei Thomas Hecken und ebenso bei Hildegart Hogen finden sich jedoch Anhaltspunkte, diese 'Ichlosigkeit' kritisch zu hinterfragen. Hecken führt bspw. an, dass die bisherige Forschung Ginsters äußere Ungeschicklichkeit und Wehrlosigkeit auf dessen gesamtes Wesen überträgt, um ihn somit relativ schnell auf den Begriff der Ichlosigkeit zu bringen. Heckens Ansicht nach wurde in der Forschung aber bislang 'übersehen', dass nicht nur eine beruflich und weltanschaulich gefestigte Existenz über ein Ichbewusstsein verfügen kann, sondern dass auch Ginster über wesentliche Aspekte der Selbstgewissheit verfügt, die bislang ausgeblendet wurden. Eine systematische Untersuchung dieser Aspekte findet sich bei Hecken jedoch noch nicht. Es bleibt bei einer knappen Argumentation, mit dem Hinweis darauf, dass bei Ginster durchaus 'durchgehaltene Schematisierungs-und Klassifizierungsakte' zu finden sind, die auf ein vorhandenes Ichbewusstsein schließen lassen. Ziel der folgenden Arbeit ist es daher einerseits zu untersuchen, welche Aspekte für Ginsters 'Ichlosigkeit' sprechen und andererseits aber auch gezielt zu erörtern, welche Argumente für eine ausgebildete Identität des Protagonisten stehen.

View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart

Studienarbeit aus dem Jahr 2012 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,3, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Titelfigur 'Ginster' in Kracauers gleichnamigen Roman wurde in der zeitgenössischen und in der neueren Forschung enorme Beachtung geschenkt und insbesondere Ginsters Wesen wurde häufig thematisiert. In zahlreichen Rezensionen und Interpretationen wird der Titelfigur Ginster nachgesagt, er habe kein 'Ich' und besitze keine Individualität. Daneben werden ihm immer wieder 'Ichlosigkeit', fehlende Identität oder auch Willenslosigkeit attestiert. Bei Thomas Hecken und ebenso bei Hildegart Hogen finden sich jedoch Anhaltspunkte, diese 'Ichlosigkeit' kritisch zu hinterfragen. Hecken führt bspw. an, dass die bisherige Forschung Ginsters äußere Ungeschicklichkeit und Wehrlosigkeit auf dessen gesamtes Wesen überträgt, um ihn somit relativ schnell auf den Begriff der Ichlosigkeit zu bringen. Heckens Ansicht nach wurde in der Forschung aber bislang 'übersehen', dass nicht nur eine beruflich und weltanschaulich gefestigte Existenz über ein Ichbewusstsein verfügen kann, sondern dass auch Ginster über wesentliche Aspekte der Selbstgewissheit verfügt, die bislang ausgeblendet wurden. Eine systematische Untersuchung dieser Aspekte findet sich bei Hecken jedoch noch nicht. Es bleibt bei einer knappen Argumentation, mit dem Hinweis darauf, dass bei Ginster durchaus 'durchgehaltene Schematisierungs-und Klassifizierungsakte' zu finden sind, die auf ein vorhandenes Ichbewusstsein schließen lassen. Ziel der folgenden Arbeit ist es daher einerseits zu untersuchen, welche Aspekte für Ginsters 'Ichlosigkeit' sprechen und andererseits aber auch gezielt zu erörtern, welche Argumente für eine ausgebildete Identität des Protagonisten stehen.

More books from GRIN Verlag

Cover of the book Die Rolle der Rhetorik im Rahmen der Artes Liberales by Anonym
Cover of the book Die 'Herder-Verlegenheit' der frühen Bundesrepublik (1945-1960) by Anonym
Cover of the book Zeitmanagement beim Lernen mit Lösungsbeispielen - Eine kleine Forschungsarbeit by Anonym
Cover of the book Die Niederschlagung der Aufstände der Herero und Nama. Der erste deutsche Genozid? by Anonym
Cover of the book 'Flexicurity' in der Bundesrepublik Deutschland und im Königreich Dänemark by Anonym
Cover of the book Immobilienpreisblasen als wirtschaftspolitisches Problem. Der Fall Spanien by Anonym
Cover of the book Als Christ muss ich mein Leben täglich neu überdenken by Anonym
Cover of the book Burnout in the nursing profession - a danger (not) to be taken seriously? by Anonym
Cover of the book Das Anselmianische Argument für die Existenz Gottes by Anonym
Cover of the book Tagging im Electronic Commerce - am Beispiel des ChinaCollaborator als kollaboratives System by Anonym
Cover of the book Die Steuerung des 'Variety Seeking Behaviours' im Rahmen des Customer-Relationship-Managements by Anonym
Cover of the book Three Worlds of Welfare Capitalism? by Anonym
Cover of the book Menschenbilder im interkulturellen Vergleich by Anonym
Cover of the book Macht Gottesglaube unfrei? Überlegungen zur Bedeutung der Rede vom Heiligen Geist by Anonym
Cover of the book Scriptural Reasoning as a Practice of the Common Good by Anonym
We use our own "cookies" and third party cookies to improve services and to see statistical information. By using this website, you agree to our Privacy Policy