Zur Beweisbarkeit der Offenbarung

Nonfiction, Religion & Spirituality, Theology
Cover of the book Zur Beweisbarkeit der Offenbarung by Marko Tomasini, GRIN Verlag
View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart
Author: Marko Tomasini ISBN: 9783638561334
Publisher: GRIN Verlag Publication: October 26, 2006
Imprint: GRIN Verlag Language: German
Author: Marko Tomasini
ISBN: 9783638561334
Publisher: GRIN Verlag
Publication: October 26, 2006
Imprint: GRIN Verlag
Language: German

Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Theologie - Systematische Theologie, Note: 1,3, Universität Erfurt (Philosophische Fakultät), Veranstaltung: Thomas von Aquin-Gregor Palamas, Scholastik und Hesychasmus, 15 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Philosophie und Theologie sind im Grunde zwei Wissenschaften für sich und dennoch überschneiden sie sich des Öfteren in den Themen bzw. Fragen, die sie behandeln. Das war auch im Islam nicht anders. Besonders bis in das 12. Jahrhundert gab es regen Austausch zwischen diesen Wissenschaften, aber auch große Streitigkeiten. Zum Ersten kann man sagen, dass sich die Theologen immer wieder gern des philosophischen Werkzeuges bedienten, um ihre theologischen Standpunkte verteidigen zu können. So war zum Beispiel in der theologischen Schule der Mu´tazila die Demonstration und die Dialektik beliebt, wenn es darum ging ihre 'Gegner' innerhalb der eigenen Reihen und auch außerhalb derer zu widerlegen.7 Aber dennoch waren sie Theologen, also Wissenschaftler die in erster Linie die offenbarten Texte als Grundlage nahmen, um zu tieferen Wahrheiten vorzudringen. Die Wahrnehmbare Welt galt ihnen nur als Mittel der Beweisführung. Anders bei den Philosophen dieser Zeit. Für sie galt die Philosophie selbst als die Wissenschaft, mit deren Hilfe man die absolute Wahrheit würde finden können, auch wenn sie sich als gläubige Muslime sahen. Die Religion war ihnen für das einfache Volk mit weniger Bildung gedacht und hatte auch da ihre Berechtigung. Es zeichnet sich also an dieser Stelle bereits ab, dass das Verhältnis zwischen diesen beiden Wissenschaften nicht immer das Beste war. Um diesen Umstand soll es in dieser Arbeit gehen. Dazu werden drei Gelehrte aus dem Islam vorgestellt, die als führende Vertreter ihrer Zeit hauptsächlich in diesem Streit verwickelt waren bzw. diesen stellvertretend für andere führten. Dies sind Ibn S?n? (Avicenna), al-?az?l? und der schon erwähnte Ibn Ruschd (Averroes). Die unterschiedlichen Stellungen hinsichtlich der Wissenschaften hatten logischer Weise auch zur Folge, dass die verschiedensten Theorien hinsichtlich theologischer und philosophischer Fragen entwickelt wurden. Eine solche Frage war zum Beispiel auch diejenige nach der Beweisbarkeit Gottes, welche neben den Divergenzen hinsichtlich der Wissenschaft im Allgemeinen in dieser Arbeit vorgestellt werden soll. Man kann sich denken, dass diese Beweise höchst unterschiedlich ausgefallen sind.

View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart

Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Theologie - Systematische Theologie, Note: 1,3, Universität Erfurt (Philosophische Fakultät), Veranstaltung: Thomas von Aquin-Gregor Palamas, Scholastik und Hesychasmus, 15 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Philosophie und Theologie sind im Grunde zwei Wissenschaften für sich und dennoch überschneiden sie sich des Öfteren in den Themen bzw. Fragen, die sie behandeln. Das war auch im Islam nicht anders. Besonders bis in das 12. Jahrhundert gab es regen Austausch zwischen diesen Wissenschaften, aber auch große Streitigkeiten. Zum Ersten kann man sagen, dass sich die Theologen immer wieder gern des philosophischen Werkzeuges bedienten, um ihre theologischen Standpunkte verteidigen zu können. So war zum Beispiel in der theologischen Schule der Mu´tazila die Demonstration und die Dialektik beliebt, wenn es darum ging ihre 'Gegner' innerhalb der eigenen Reihen und auch außerhalb derer zu widerlegen.7 Aber dennoch waren sie Theologen, also Wissenschaftler die in erster Linie die offenbarten Texte als Grundlage nahmen, um zu tieferen Wahrheiten vorzudringen. Die Wahrnehmbare Welt galt ihnen nur als Mittel der Beweisführung. Anders bei den Philosophen dieser Zeit. Für sie galt die Philosophie selbst als die Wissenschaft, mit deren Hilfe man die absolute Wahrheit würde finden können, auch wenn sie sich als gläubige Muslime sahen. Die Religion war ihnen für das einfache Volk mit weniger Bildung gedacht und hatte auch da ihre Berechtigung. Es zeichnet sich also an dieser Stelle bereits ab, dass das Verhältnis zwischen diesen beiden Wissenschaften nicht immer das Beste war. Um diesen Umstand soll es in dieser Arbeit gehen. Dazu werden drei Gelehrte aus dem Islam vorgestellt, die als führende Vertreter ihrer Zeit hauptsächlich in diesem Streit verwickelt waren bzw. diesen stellvertretend für andere führten. Dies sind Ibn S?n? (Avicenna), al-?az?l? und der schon erwähnte Ibn Ruschd (Averroes). Die unterschiedlichen Stellungen hinsichtlich der Wissenschaften hatten logischer Weise auch zur Folge, dass die verschiedensten Theorien hinsichtlich theologischer und philosophischer Fragen entwickelt wurden. Eine solche Frage war zum Beispiel auch diejenige nach der Beweisbarkeit Gottes, welche neben den Divergenzen hinsichtlich der Wissenschaft im Allgemeinen in dieser Arbeit vorgestellt werden soll. Man kann sich denken, dass diese Beweise höchst unterschiedlich ausgefallen sind.

More books from GRIN Verlag

Cover of the book Bezugskalkulation (Unterweisung Bürokaufmann / -kauffrau) by Marko Tomasini
Cover of the book Shirley Temple - Der Kinderstar der 1930-er Jahre by Marko Tomasini
Cover of the book Lebende Bilder in Pasolinis La Ricotta by Marko Tomasini
Cover of the book Das Arbeitsfeld Streetwork im historischen und theoretischen Kontext by Marko Tomasini
Cover of the book Nunavut. Der Kompromiss in der Arktis by Marko Tomasini
Cover of the book Vergleich der Filme des New Hollywood zu klassischen Hollywood-Filmen by Marko Tomasini
Cover of the book Die Soziologie der Jugend by Marko Tomasini
Cover of the book Neukundengewinnung bei Banken by Marko Tomasini
Cover of the book Afrikanische Philosophie oder Philosophie in Afrika? by Marko Tomasini
Cover of the book Pentagon und Hollywood - Militärisches Product-Placement zwischen PR und Propaganda by Marko Tomasini
Cover of the book Die Figur Medea in den 'Metamorphosen' von Ovid und ihre Tradition in der abendländischen Literatur by Marko Tomasini
Cover of the book Die Einführung von Zielvereinbarungsgesprächen in einem ambulanten Pflegedienst by Marko Tomasini
Cover of the book Möglichkeiten der Mitarbeitermotivation. Theorien, Modelle und Ansatzpunkte by Marko Tomasini
Cover of the book Thomas Hobbes, der Freiheitsbegriff, angewandt auf den 11. September 2001 by Marko Tomasini
Cover of the book Entwicklung eines Tutorials für XQuery by Marko Tomasini
We use our own "cookies" and third party cookies to improve services and to see statistical information. By using this website, you agree to our Privacy Policy