Sind Tiere moralisch zu berücksichtigen?

Das Verhältnis von Mensch und Tier

Nonfiction, Religion & Spirituality, Philosophy
Cover of the book Sind Tiere moralisch zu berücksichtigen? by Jessica Werner, GRIN Verlag
View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart
Author: Jessica Werner ISBN: 9783638025430
Publisher: GRIN Verlag Publication: March 19, 2008
Imprint: GRIN Verlag Language: German
Author: Jessica Werner
ISBN: 9783638025430
Publisher: GRIN Verlag
Publication: March 19, 2008
Imprint: GRIN Verlag
Language: German

Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...), Note: 2,0, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (Philosophisches Seminar), Veranstaltung: Mensch und Tier, 16 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: 'Der moralische Status der Tiere ist, da sie einfach nur Mittel sind, gleich Null - sie sind also von der moralischen Gemeinschaft ausgeschlossen.' Dieses Zitat ist eine treffende Zusammenfassung dessen, was sehr lange Zeit die gängige Auffassung über die Rechte von Tieren war und sogar - teilweise - bis in die Gegenwart hinein ist; so heißt es beispielsweise gleich im ersten Paragraphen des Tierschutzgesetzes bis heute: 'Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.' Zwar bezeichnet der diesem Satz vorangehende das Tier als Mitgeschöpf des Menschen, dessen Leben und Wohlergehen es zu schützen gelte, doch wird hier eine Hierarchie aufgestellt, die den Menschen über das Tier stellt. Denn anscheinend hat ersterer das Recht, letzteren Schmerzen oder Leid zuzufügen, wenn er einen vernünftigen Grund vorzuweisen hat, was bedeutet, dass es im Ermessen des Menschen liegt, wann einem Tier Leid zugefügt werden darf. Dass die Entscheidung, wann ein Grund ein vernünftiger ist, problematisch ist, muss und kann an dieser Stelle nicht weiter erläutert werden. Die Tatsache, dass der Mensch scheinbar das Recht dazu hat, und die Frage, woher er dieses Recht nimmt, beschäftigt die Philosophen und Ethiker bis heute. Die Auseinandersetzung mit dem Verhältnis Mensch - Tier und die Frage, wie dieses sich gestaltet, ob letztere Rechte haben bzw. der Mensch ihnen gegenüber Pflichten - welcher Art auch immer -, reicht bis in die Antike zurück. Die Beantwortung dieser Frage hing und hängt meist mit einer Reihe von Faktoren zusammen, vor allem mit der Stellung des Menschen zum Tier. Im Rückblick wurde der Mensch fast immer weit über das Tier erhoben, und zwar vor allem aus zwei - scheinbaren - Gründen, die jedoch über Jahrhunderte hin quasi Konsens und beinahe unerschütterlich waren: zum einen die Vernunftfähigkeit des Menschen, zum anderen seine Gottesebenbildlichkeit. Aufgrund der fundamentalen Bedeutung dieser zwei Thesen sollen diese in ihren wichtigsten Zügen dargestellt werden, bevor dann auf die Theorie Descartes', dessen Denken die frühe neuzeitliche Philosophie in dieser Richtung stark beeinflusst hat, und auf Kant, dessen tierethische Ansätze bis heute einflussreich sind, eingegangen wird. Im Anschluss daran werden alle bis dahin ausgeführten Argumentationsweisen kritisiert sowie ihre Schwachstellen aufgezeigt, bevor zum Abschluss neuere Sichtweisen mit ihren Vor- und Nachteilen kurz diskutiert werden.

View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart

Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...), Note: 2,0, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (Philosophisches Seminar), Veranstaltung: Mensch und Tier, 16 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: 'Der moralische Status der Tiere ist, da sie einfach nur Mittel sind, gleich Null - sie sind also von der moralischen Gemeinschaft ausgeschlossen.' Dieses Zitat ist eine treffende Zusammenfassung dessen, was sehr lange Zeit die gängige Auffassung über die Rechte von Tieren war und sogar - teilweise - bis in die Gegenwart hinein ist; so heißt es beispielsweise gleich im ersten Paragraphen des Tierschutzgesetzes bis heute: 'Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.' Zwar bezeichnet der diesem Satz vorangehende das Tier als Mitgeschöpf des Menschen, dessen Leben und Wohlergehen es zu schützen gelte, doch wird hier eine Hierarchie aufgestellt, die den Menschen über das Tier stellt. Denn anscheinend hat ersterer das Recht, letzteren Schmerzen oder Leid zuzufügen, wenn er einen vernünftigen Grund vorzuweisen hat, was bedeutet, dass es im Ermessen des Menschen liegt, wann einem Tier Leid zugefügt werden darf. Dass die Entscheidung, wann ein Grund ein vernünftiger ist, problematisch ist, muss und kann an dieser Stelle nicht weiter erläutert werden. Die Tatsache, dass der Mensch scheinbar das Recht dazu hat, und die Frage, woher er dieses Recht nimmt, beschäftigt die Philosophen und Ethiker bis heute. Die Auseinandersetzung mit dem Verhältnis Mensch - Tier und die Frage, wie dieses sich gestaltet, ob letztere Rechte haben bzw. der Mensch ihnen gegenüber Pflichten - welcher Art auch immer -, reicht bis in die Antike zurück. Die Beantwortung dieser Frage hing und hängt meist mit einer Reihe von Faktoren zusammen, vor allem mit der Stellung des Menschen zum Tier. Im Rückblick wurde der Mensch fast immer weit über das Tier erhoben, und zwar vor allem aus zwei - scheinbaren - Gründen, die jedoch über Jahrhunderte hin quasi Konsens und beinahe unerschütterlich waren: zum einen die Vernunftfähigkeit des Menschen, zum anderen seine Gottesebenbildlichkeit. Aufgrund der fundamentalen Bedeutung dieser zwei Thesen sollen diese in ihren wichtigsten Zügen dargestellt werden, bevor dann auf die Theorie Descartes', dessen Denken die frühe neuzeitliche Philosophie in dieser Richtung stark beeinflusst hat, und auf Kant, dessen tierethische Ansätze bis heute einflussreich sind, eingegangen wird. Im Anschluss daran werden alle bis dahin ausgeführten Argumentationsweisen kritisiert sowie ihre Schwachstellen aufgezeigt, bevor zum Abschluss neuere Sichtweisen mit ihren Vor- und Nachteilen kurz diskutiert werden.

More books from GRIN Verlag

Cover of the book Planung einer Unterrichtseinheit im Fach Geschichte in der 5. Klasse. Praktikumsbericht zum Blockpraktikum by Jessica Werner
Cover of the book Eine Untersuchung jugendlichen Sprachverhaltens im Chat by Jessica Werner
Cover of the book Der Weg der Ukraine in die EU im Schatten Russlands (bis zum Jahr 2010) by Jessica Werner
Cover of the book Wohlstand und Reichtum in Deutschland by Jessica Werner
Cover of the book Pricing in der Hotellerie. Grundlagen, Preisdifferenzierung, Revenue Management, Dynamic Pricing und Best Available Rate Strategie by Jessica Werner
Cover of the book Die Säkularisation 1803 als Folge der Aufklärung - Auswirkungen auf Gesellschaft und katholischen Klerus by Jessica Werner
Cover of the book Standorte im In- und Ausland richtig bewerten mit Verstetigung zum Standort-Controlling. Ein Leitfaden by Jessica Werner
Cover of the book Der Tanz der Weltkulturen by Jessica Werner
Cover of the book Harvard Business School Case Study Tiffany & Co. - 1993 by Jessica Werner
Cover of the book Skateboarden als Jugendkultur by Jessica Werner
Cover of the book Das Felix-Nussbaum-Haus by Jessica Werner
Cover of the book Die Fourierzerlegung. Grundlagen und Rechenbeispiele by Jessica Werner
Cover of the book Die Finanzkrise in Griechenland by Jessica Werner
Cover of the book 'Gewitterlandschaft mit Pyramus und Thisbe' von Nicolas Poussin. Eine Bildbeschreibung by Jessica Werner
Cover of the book Intentionalität und Spiel by Jessica Werner
We use our own "cookies" and third party cookies to improve services and to see statistical information. By using this website, you agree to our Privacy Policy