Das Pfandrecht an beweglichen Sachen in Deutschland und England im 19. Jahrhundert

Entstehung, Umfang und Übertragung

Nonfiction, Reference & Language, Law, Legal History
Cover of the book Das Pfandrecht an beweglichen Sachen in Deutschland und England im 19. Jahrhundert by Johannes Henke, GRIN Verlag
View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart
Author: Johannes Henke ISBN: 9783638866774
Publisher: GRIN Verlag Publication: November 27, 2007
Imprint: GRIN Verlag Language: German
Author: Johannes Henke
ISBN: 9783638866774
Publisher: GRIN Verlag
Publication: November 27, 2007
Imprint: GRIN Verlag
Language: German

Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Jura - Rechtsphilosophie, Rechtssoziologie, Rechtsgeschichte, Note: 16 Punkte (sehr gut), Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg, 47 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Untersuchung verfolgt eine doppelte Zielrichtung: Zum einen soll die historische Entwicklung des Pfandrechts an beweglichen Sachen in Bezug auf dessen Entstehung, Übertragung und Umfang - ausgehend vom BGB und schwerpunktmäßig im 19. Jahrhundert - nachvollzogen werden. Zum anderen soll eine Gegenüberstellung mit der gegenwärtigen Rechtslage und historischen Entwicklung des Pfandrechts in England stattfinden. Die Behandlung der deutschen Privatrechtsgeschichte des 19. Jahrhunderts rechtfertigt sich aus dem Umstand, dass die Rechtsinstitute des BGB erst allmählich gewachsen sind.1 Besondere Beachtung verdient des Weiteren die hohe Kontinuität des sachenrechtlichen Pfandrechtsinstituts - im Gegensatz etwa zu den sich rascher wandelnden Institutionen des Schuldrechts. Zudem ist die Bedeutung des Pfandrechts mit Blick auf die praxistauglichere Sicherungsübereignung in seiner Wirtschaftlichkeit zwar eingeschränkt, keinesfalls aber aufgehoben. Dies zeigt etwa der Einsatz bei sog. Lombardgeschäften2 oder gewerblichen Pfandleihen.3 Schließlich war die Pfandrechtskonstruktion im 19. Jahrhundert sehr umstritten. Insbesondere die Entwicklung zu einem Faustpfandrecht und die ungeklärte Wirkungsweise der Akzessorietät verleihen dem Thema einen besonderen Reiz. Das Aufzeigen der geschichtlichen Entwicklung und ein innerdeutscher Rechtsvergleich vertiefen das Verständnis der gegenwärtigen Rechtslage und können für die Auslegung derzeitiger Rechtsnormen sowie für eine Zukunftsprognose von Bedeutung sein. Der Vergleich mit der Rechtsentwicklung in England ist bereits deshalb angezeigt, weil das englische Pfandrecht im Gegensatz zum deutschen Pfandrecht heute als eine der wichtigsten Mobiliarsicherheiten gilt. Daraus ergibt sich die Frage nach einer kritischen Auseinandersetzung mit der eigenen Rechtsordnung. Wichtig erscheint des Weiteren die darauf aufbauende Fragestellung, ob bei Gleichartigkeit der zu bewältigenden Ordnungsprobleme trotz unterschiedlicher juristischer Ansatzpunkte gemeinsame materielle Prinzipien oder Lösungsansätze entwickelt werden können. Anders gewendet: Der Rechtsvergleich zielt v.a. auf Verifizierung des Gedankens der praesumptio similitudinis.

View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart

Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Jura - Rechtsphilosophie, Rechtssoziologie, Rechtsgeschichte, Note: 16 Punkte (sehr gut), Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg, 47 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Untersuchung verfolgt eine doppelte Zielrichtung: Zum einen soll die historische Entwicklung des Pfandrechts an beweglichen Sachen in Bezug auf dessen Entstehung, Übertragung und Umfang - ausgehend vom BGB und schwerpunktmäßig im 19. Jahrhundert - nachvollzogen werden. Zum anderen soll eine Gegenüberstellung mit der gegenwärtigen Rechtslage und historischen Entwicklung des Pfandrechts in England stattfinden. Die Behandlung der deutschen Privatrechtsgeschichte des 19. Jahrhunderts rechtfertigt sich aus dem Umstand, dass die Rechtsinstitute des BGB erst allmählich gewachsen sind.1 Besondere Beachtung verdient des Weiteren die hohe Kontinuität des sachenrechtlichen Pfandrechtsinstituts - im Gegensatz etwa zu den sich rascher wandelnden Institutionen des Schuldrechts. Zudem ist die Bedeutung des Pfandrechts mit Blick auf die praxistauglichere Sicherungsübereignung in seiner Wirtschaftlichkeit zwar eingeschränkt, keinesfalls aber aufgehoben. Dies zeigt etwa der Einsatz bei sog. Lombardgeschäften2 oder gewerblichen Pfandleihen.3 Schließlich war die Pfandrechtskonstruktion im 19. Jahrhundert sehr umstritten. Insbesondere die Entwicklung zu einem Faustpfandrecht und die ungeklärte Wirkungsweise der Akzessorietät verleihen dem Thema einen besonderen Reiz. Das Aufzeigen der geschichtlichen Entwicklung und ein innerdeutscher Rechtsvergleich vertiefen das Verständnis der gegenwärtigen Rechtslage und können für die Auslegung derzeitiger Rechtsnormen sowie für eine Zukunftsprognose von Bedeutung sein. Der Vergleich mit der Rechtsentwicklung in England ist bereits deshalb angezeigt, weil das englische Pfandrecht im Gegensatz zum deutschen Pfandrecht heute als eine der wichtigsten Mobiliarsicherheiten gilt. Daraus ergibt sich die Frage nach einer kritischen Auseinandersetzung mit der eigenen Rechtsordnung. Wichtig erscheint des Weiteren die darauf aufbauende Fragestellung, ob bei Gleichartigkeit der zu bewältigenden Ordnungsprobleme trotz unterschiedlicher juristischer Ansatzpunkte gemeinsame materielle Prinzipien oder Lösungsansätze entwickelt werden können. Anders gewendet: Der Rechtsvergleich zielt v.a. auf Verifizierung des Gedankens der praesumptio similitudinis.

More books from GRIN Verlag

Cover of the book Motorisches Lernen - Neuronale Netze by Johannes Henke
Cover of the book Werbemittel als betriebliches absatzpolitisches Instrumentarium (Unterweisung Industriekaufmann / -frau) by Johannes Henke
Cover of the book 'Krieg gegen Terrorismus... Terrorismus gegen Krieg?' by Johannes Henke
Cover of the book Sapere aude! WikiLeaks als Fahnenträger der digitalen Gegenöffentlichkeit by Johannes Henke
Cover of the book »Die Meistersinger von Nürnberg« in der Tradition der deutschen Komischen Oper - Eckstein oder Sprengung der Gattung? by Johannes Henke
Cover of the book Pro-forma-Kennzahlen. Berichterstattungspraxis und Aussagekraft by Johannes Henke
Cover of the book Die Rhythmisierung des Lernens in der Ganztagsgrundschule by Johannes Henke
Cover of the book Arztpraxen als Wirtschaftsunternehmen. Mehr Erfolg durch Praxismarketing by Johannes Henke
Cover of the book Die Folgen von Sportverletzungen by Johannes Henke
Cover of the book Abstrakte & Gegenstandslose Malerei: Drei Bildbesprechungen von Jackson Pollock/Barnett Newmann/Ad Reinhardt by Johannes Henke
Cover of the book Zu: Claude Monet - 'Le déjeuner' (1868) by Johannes Henke
Cover of the book Medicalisation of the Human Mind. Challenges to the Current System and Suggestions for Future Direction by Johannes Henke
Cover of the book Situative und Dimissive Aspekte von Performanz by Johannes Henke
Cover of the book Zukunftsorientierte Personalentwicklung: Der 'Master of Public Administration - MPA' in der deutschen Steuerverwaltung by Johannes Henke
Cover of the book Hat die Triade ausgedient? Zum Reduktionsproblem des Familienbegriffes by Johannes Henke
We use our own "cookies" and third party cookies to improve services and to see statistical information. By using this website, you agree to our Privacy Policy