Demokratiemessung - eine genderkritische Untersuchung am Beispiel Japans und der Philippinen

eine genderkritische Untersuchung am Beispiel Japans und der Philippinen

Nonfiction, Social & Cultural Studies, Social Science, Gender Studies
Cover of the book Demokratiemessung - eine genderkritische Untersuchung am Beispiel Japans und der Philippinen by Simone Lankhorst, GRIN Verlag
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Author: Simone Lankhorst ISBN: 9783638538893
Publisher: GRIN Verlag Publication: August 28, 2006
Imprint: GRIN Verlag Language: German
Author: Simone Lankhorst
ISBN: 9783638538893
Publisher: GRIN Verlag
Publication: August 28, 2006
Imprint: GRIN Verlag
Language: German

Diplomarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Frauenstudien / Gender-Forschung, Note: 1,7, Universität Duisburg-Essen, 95 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Wie der japanische Politikwissenschaftler Watanabe Hiroshi konstatiert, würde solch ein Ungleichgewicht, wie es im japanischen Parlament unter den Geschlechtern herrscht, unter ethnischen oder religiösen Minderheiten zu gewalttätigen Protesten und Unabhängigkeitsbewegungen führen. Nun stellen Frauen ja keine Minderheit dar, sondern über 50% der Weltbevölkerung und fast überall mindestens 50% der Bevölkerung eines Landes. Warum löst die politische Marginalisierung von Frauen in Japan dann keine solchen Reaktionen aus bzw. warum haben diese Reaktionen nicht den gewünschten Erfolg? Die feministische Politikwissenschaft hat aufgezeigt, dass sowohl in westlichen wie östlichen Kulturen das androzentrische Weltbild und die Trennung der öffentlichen und privaten Sphäre sowie deren Auswirkungen auf die Gesellschaft und das Geschlechterverhältnis für diese Unterrepräsentation verantwortlich ist. Geschlechterdemokratisch betrachtet stellt Japan damit einen Transformationsstaat dar, der den Weg zu einer konsolidierten Demokratie noch nicht beschritten hat. Diese Befunde schlagen sich überraschenderweise aber nicht in der Demokratiemessung nieder, obwohl sie es sich zur Aufgabe gemacht hat, unter Beachtung der demokratischen Prämissen Gleichheit, Freiheit und Inklusion das Monitoring für den demokratischen Umwandlungsprozess bzw. den Erhalt demokratischer Strukturen zu leisten. Unter anderem werden so mittels bestimmter Indikatoren gezielt die Chancen aller BürgerInnen auf Inklusion (politischer und zivilgesellschaftlicher Partizipation), Gleichheit (Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte) und Freiheit (Meinung, Presse, Versammlung, Lebensmuster) untersucht. Deshalb müsste Japan gemäß geschlechterdemokratischer Maßstäbe in den Bertelsmann Transformationsindex, einen deutschsprachigen Index, der Demokratiemessung mit Transformationsforschung verbindet, aufgenommen werden. Aufgrund dieser beiden Annahmen, dass a) die Gleichberechtigung der Geschlechter respektive das Vorantreiben einer Geschlechterdemokratie im BTI eine untergeordnete Rolle spielt und b) Japan ein geschlechterdemokratischer Transformationsstaat ist, sollen zwei Länderstudien für Japan und die Philippinen, als Land im BTI-Monitoring, angefertigt werden. Am Beispiel der politischen Partizipation von Frauen werden diese Annahmen empirisch an den letzten Wahlen 2004 (Philippinen) und 2005 (Japan) untersucht.

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Diplomarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Frauenstudien / Gender-Forschung, Note: 1,7, Universität Duisburg-Essen, 95 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Wie der japanische Politikwissenschaftler Watanabe Hiroshi konstatiert, würde solch ein Ungleichgewicht, wie es im japanischen Parlament unter den Geschlechtern herrscht, unter ethnischen oder religiösen Minderheiten zu gewalttätigen Protesten und Unabhängigkeitsbewegungen führen. Nun stellen Frauen ja keine Minderheit dar, sondern über 50% der Weltbevölkerung und fast überall mindestens 50% der Bevölkerung eines Landes. Warum löst die politische Marginalisierung von Frauen in Japan dann keine solchen Reaktionen aus bzw. warum haben diese Reaktionen nicht den gewünschten Erfolg? Die feministische Politikwissenschaft hat aufgezeigt, dass sowohl in westlichen wie östlichen Kulturen das androzentrische Weltbild und die Trennung der öffentlichen und privaten Sphäre sowie deren Auswirkungen auf die Gesellschaft und das Geschlechterverhältnis für diese Unterrepräsentation verantwortlich ist. Geschlechterdemokratisch betrachtet stellt Japan damit einen Transformationsstaat dar, der den Weg zu einer konsolidierten Demokratie noch nicht beschritten hat. Diese Befunde schlagen sich überraschenderweise aber nicht in der Demokratiemessung nieder, obwohl sie es sich zur Aufgabe gemacht hat, unter Beachtung der demokratischen Prämissen Gleichheit, Freiheit und Inklusion das Monitoring für den demokratischen Umwandlungsprozess bzw. den Erhalt demokratischer Strukturen zu leisten. Unter anderem werden so mittels bestimmter Indikatoren gezielt die Chancen aller BürgerInnen auf Inklusion (politischer und zivilgesellschaftlicher Partizipation), Gleichheit (Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechte) und Freiheit (Meinung, Presse, Versammlung, Lebensmuster) untersucht. Deshalb müsste Japan gemäß geschlechterdemokratischer Maßstäbe in den Bertelsmann Transformationsindex, einen deutschsprachigen Index, der Demokratiemessung mit Transformationsforschung verbindet, aufgenommen werden. Aufgrund dieser beiden Annahmen, dass a) die Gleichberechtigung der Geschlechter respektive das Vorantreiben einer Geschlechterdemokratie im BTI eine untergeordnete Rolle spielt und b) Japan ein geschlechterdemokratischer Transformationsstaat ist, sollen zwei Länderstudien für Japan und die Philippinen, als Land im BTI-Monitoring, angefertigt werden. Am Beispiel der politischen Partizipation von Frauen werden diese Annahmen empirisch an den letzten Wahlen 2004 (Philippinen) und 2005 (Japan) untersucht.

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