Hypothesen zum Zweitspracherwerb

Nonfiction, Reference & Language, Foreign Languages, German
Cover of the book Hypothesen zum Zweitspracherwerb by Katrin Habersaat, Gaby Helmling, GRIN Verlag
View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart
Author: Katrin Habersaat, Gaby Helmling ISBN: 9783638689977
Publisher: GRIN Verlag Publication: April 17, 2007
Imprint: GRIN Verlag Language: German
Author: Katrin Habersaat, Gaby Helmling
ISBN: 9783638689977
Publisher: GRIN Verlag
Publication: April 17, 2007
Imprint: GRIN Verlag
Language: German

Studienarbeit aus dem Jahr 1999 im Fachbereich Deutsch - Deutsch als Fremdsprache / Zweitsprache, Note: 1,0, Westfälische Wilhelms-Universität Münster (Sprachwissenschaft), Veranstaltung: Seminar: Konzepte zur Förderung von Mehrsprachigkeit in der Grundschule, 4 Literaturquellen Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Kontrastivhypothese ist als erste Theorie über den Zweitspracherwerb entwickelt worden. Sie wurde 1947 von Fries initiiert und 1957 von Lado fortgeführt. Die Kontrastivhypothese ist wie folgend definiert: 'Die Grundsprache des Lerners beeinflußt den Erwerb einer Zweitsprache dadurch, daß in Grund- und Zweitsprache identische Elemente und Regeln leicht und fehlerfrei zu erlernen sind. Unterschiedliche Elemente und Regeln dagegen bereiten Lernschwierigkeiten und führen zu Fehlern.' 1 Nach dieser Definition steht nicht der Lerner im Mittelpunkt, sondern die zwei Sprachen (Grund- und Zielsprache). Kontrastiv meint in diesem Zusammenhang das Gegenüberstellen verschiedener Sprachsysteme. Durch die Gegenüberstellung der beiden Sprachsysteme kann man Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausfinden (s. Anlage 1). Um aber Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu finden, muß man erst einmal Kriterien aufstellen, nach denen man zwei Sprachen vergleichen kann. Sinnvoll und möglich sind eigentlich nur Vergleiche morphologischer und syntaktischer Strukturen. Vollständige Sprachvergleiche, die die formale und inhaltliche Seite zweier Sprachen erfassen, sind kaum möglich. Es ist bis heute keine kontrastive Darstellung eines Sprachenpaares gelungen. Die Kontrastivhypothese setzt also voraus, daß man zum Erlernen einer Sprache lediglich die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zweier Sprachen systematisieren und offenlegen muß. Durch den Sprachvergleich kann man dann auch Sprachschwierigkeiten in ihren Ursachen ergründen. Wie schon gesagt, steht bei dieser Hypothese nicht der Sprecher (Lerner) im Mittelpunkt, sondern die beiden Sprachen. Deshalb kann man keine psycho- und soziolinguistischen Aussagen über das Sprachverhalten des Lerners mit dieser Hypothese treffen. Die Aussagekraft der Kontrastivhypothese ist auf einige formale Aspekte des Zweitspracherwerbs, wie der Erwerb syntaktischer Strukturen, beschränkt. Man kann aber sagen, daß die zu erlernende Zweitsprache von der bereits beherrschten Erstsprache in mehrfacher Weise beeinflußt wird. Juhász nennt die Verletzung der sprachlichen Norm der Zielsprache 'Interferenz'. Ist der Zweitspracherwerber in seiner Übertragung von language 1 (L1) auf language 2 (L2) erfolgreich, so spricht man von einem 'positiven Transfer'. Beispiel: L1: 'Sie öffnet die Tür.' => L2: 'She opens the door.' 'positiver Transfer' [...]

View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart

Studienarbeit aus dem Jahr 1999 im Fachbereich Deutsch - Deutsch als Fremdsprache / Zweitsprache, Note: 1,0, Westfälische Wilhelms-Universität Münster (Sprachwissenschaft), Veranstaltung: Seminar: Konzepte zur Förderung von Mehrsprachigkeit in der Grundschule, 4 Literaturquellen Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Kontrastivhypothese ist als erste Theorie über den Zweitspracherwerb entwickelt worden. Sie wurde 1947 von Fries initiiert und 1957 von Lado fortgeführt. Die Kontrastivhypothese ist wie folgend definiert: 'Die Grundsprache des Lerners beeinflußt den Erwerb einer Zweitsprache dadurch, daß in Grund- und Zweitsprache identische Elemente und Regeln leicht und fehlerfrei zu erlernen sind. Unterschiedliche Elemente und Regeln dagegen bereiten Lernschwierigkeiten und führen zu Fehlern.' 1 Nach dieser Definition steht nicht der Lerner im Mittelpunkt, sondern die zwei Sprachen (Grund- und Zielsprache). Kontrastiv meint in diesem Zusammenhang das Gegenüberstellen verschiedener Sprachsysteme. Durch die Gegenüberstellung der beiden Sprachsysteme kann man Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausfinden (s. Anlage 1). Um aber Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu finden, muß man erst einmal Kriterien aufstellen, nach denen man zwei Sprachen vergleichen kann. Sinnvoll und möglich sind eigentlich nur Vergleiche morphologischer und syntaktischer Strukturen. Vollständige Sprachvergleiche, die die formale und inhaltliche Seite zweier Sprachen erfassen, sind kaum möglich. Es ist bis heute keine kontrastive Darstellung eines Sprachenpaares gelungen. Die Kontrastivhypothese setzt also voraus, daß man zum Erlernen einer Sprache lediglich die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zweier Sprachen systematisieren und offenlegen muß. Durch den Sprachvergleich kann man dann auch Sprachschwierigkeiten in ihren Ursachen ergründen. Wie schon gesagt, steht bei dieser Hypothese nicht der Sprecher (Lerner) im Mittelpunkt, sondern die beiden Sprachen. Deshalb kann man keine psycho- und soziolinguistischen Aussagen über das Sprachverhalten des Lerners mit dieser Hypothese treffen. Die Aussagekraft der Kontrastivhypothese ist auf einige formale Aspekte des Zweitspracherwerbs, wie der Erwerb syntaktischer Strukturen, beschränkt. Man kann aber sagen, daß die zu erlernende Zweitsprache von der bereits beherrschten Erstsprache in mehrfacher Weise beeinflußt wird. Juhász nennt die Verletzung der sprachlichen Norm der Zielsprache 'Interferenz'. Ist der Zweitspracherwerber in seiner Übertragung von language 1 (L1) auf language 2 (L2) erfolgreich, so spricht man von einem 'positiven Transfer'. Beispiel: L1: 'Sie öffnet die Tür.' => L2: 'She opens the door.' 'positiver Transfer' [...]

More books from GRIN Verlag

Cover of the book Elemente eines Ethik-Managementsystems: Der Beitrag der Organisationsstrukturen by Katrin Habersaat, Gaby Helmling
Cover of the book Schulangst by Katrin Habersaat, Gaby Helmling
Cover of the book Authentische Kriegsreflexionen? Eine Analyse von Otto Dix' Werk: Der Krieg by Katrin Habersaat, Gaby Helmling
Cover of the book Intergenerationeller Wissenstransfer by Katrin Habersaat, Gaby Helmling
Cover of the book Die Bestandteile des Apfels - eine 2. Klasse spielt Apfelforscher im Sachunterricht (Unterrichtsentwurf) by Katrin Habersaat, Gaby Helmling
Cover of the book Die Elbstromregulierung und die Anfänge der sächsischen Natur- und Heimatschutzbewegung 1871-1914 by Katrin Habersaat, Gaby Helmling
Cover of the book Die Wirtschaft der Perestroika by Katrin Habersaat, Gaby Helmling
Cover of the book Applied International Project Management. A Theoretical Analysis and Pragmatic Application of a London Start-up Company by Katrin Habersaat, Gaby Helmling
Cover of the book Offenbarungskonstitution by Katrin Habersaat, Gaby Helmling
Cover of the book Wie Jung und Alt voneinander lernen: Generationsübergreifende Projekte in der heutigen Gesellschaft by Katrin Habersaat, Gaby Helmling
Cover of the book Soziale Kompetenz in der Projektarbeit - insbesondere Konfliktmanagement by Katrin Habersaat, Gaby Helmling
Cover of the book Integration oder Segragtion? Dargestellt am Beispiel muslimischer Einwanderer by Katrin Habersaat, Gaby Helmling
Cover of the book Analyse der Wasserhärte in Bezug auf die geomorphologische Entwicklung by Katrin Habersaat, Gaby Helmling
Cover of the book Die Technische Analyse und die Kapitalmarkteffizienz am Beispiel des deutschen Aktienmarkts by Katrin Habersaat, Gaby Helmling
Cover of the book Lektürewertung in Bezug auf die Lesesozialisation in der Hauptschule by Katrin Habersaat, Gaby Helmling
We use our own "cookies" and third party cookies to improve services and to see statistical information. By using this website, you agree to our Privacy Policy