Catherine A. MacKinnon: Kriegsverbrechen-Friedensverbrechen

Nonfiction, Social & Cultural Studies, Social Science, Sociology
Cover of the book Catherine A. MacKinnon: Kriegsverbrechen-Friedensverbrechen by Lea Schulz, GRIN Verlag
View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart
Author: Lea Schulz ISBN: 9783638433532
Publisher: GRIN Verlag Publication: October 30, 2005
Imprint: GRIN Verlag Language: German
Author: Lea Schulz
ISBN: 9783638433532
Publisher: GRIN Verlag
Publication: October 30, 2005
Imprint: GRIN Verlag
Language: German

Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Soziologie - Familie, Frauen, Männer, Sexualität, Geschlechter, Note: 1, Europa-Universität Flensburg (ehem. Universität Flensburg), Veranstaltung: menschenrechte, 5 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: MacKinnons Auffassung von Recht ist, dass dieses in der Interaktion von Veränderung und Widerstand gegen die Veränderung erkämpft wird. Sie meint, dass Rechte aus einer Notwendigkeit heraus entstehen. Sie stellt fest, dass das Recht auf Erfahrung beruht, nicht auf Logik. Wichtig dabei wäre jedoch auch, wessen Erfahrungen in diese Rechte mit eingebracht werden. Ebenfalls die Menschenrechte würden auf Erfahrung beruhen. Besonders das Dritte Reich hat die Inhalte und die Prioritäten der Menschenrechte stark geprägt. Jedoch beruhen die Menschenrechte nicht auf den Erfahrungen der Frauen. MacKinnon will damit nicht sagen, dass Frauen solche Erfahrungen nicht gemacht haben, sondern dass die Geschichte der Menschenrechtsverletzungen an Frauen nicht dokumentiert wird. MacKinnon ist der Meinung, dass Frauen als nichtmenschliche, rechtlose Geschöpfe definiert werden und deshalb in den Menschenrechten nicht beachtet werden. Folgende Punkte erläutern ihre konkrete Kritik an der Menschenrechtsdefinition: • Männer definieren, was ein Individuum heißt, d.h. es gibt keine Frauen, somit müssen diese in den Menschenrechten nicht beachtet werden. • Ein Menschenrecht ist etwas, was der Mann in der Gesellschaft der Frau wieder wegnehmen kann. D.h. eigentlich können nur die Menschenrechte der Männer verletzt werden. • Eine Frau sei noch keine Bezeichnung für eine bestimmte Art des Menschseins. Wenn die Frau kein Mensch ist, müssen die Menschenrechte auch nicht auf solche abgestimmt werden. • Im Großen und Ganzen ist die männliche Realität zum Prinzip der Menschenrechte geworden. Männer nehmen sich die Rechte als Funktion sozialer Macht. • Wenn man soziale Macht hat, gilt man als menschlich. Genau diese Macht aber wird den Frauen gesellschaftlich verweigert. MacKinnons vertritt die Meinung, dass das Leiden der Frauen nicht genug beachtet wird. Wenn Frauen geschieht, was Männern geschieht, dann gibt es zwei Möglichkeiten: entweder wird die besondere Tatsache, dass dies Frauen angetan wurde, nicht in die Summe menschlichen Leidens eingerechnet oder nicht als menschliches Leiden gewertet. Sie meint, dass der Grund, dass diese Tatsachen ignoriert werden, darin liegt, dass es sich meist um sexuellen Missbrauch handelt (Gewalt zu Hause durch den Ehemann, Prostituierte treiben nach dem Missbrauch tot in Flüssen usw.). Diese Art von Gewalt gilt speziell nur den Frauen. Sie ist anrüchig und unangenehm. Es wird nicht darüber gesprochen.

View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart

Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Soziologie - Familie, Frauen, Männer, Sexualität, Geschlechter, Note: 1, Europa-Universität Flensburg (ehem. Universität Flensburg), Veranstaltung: menschenrechte, 5 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: MacKinnons Auffassung von Recht ist, dass dieses in der Interaktion von Veränderung und Widerstand gegen die Veränderung erkämpft wird. Sie meint, dass Rechte aus einer Notwendigkeit heraus entstehen. Sie stellt fest, dass das Recht auf Erfahrung beruht, nicht auf Logik. Wichtig dabei wäre jedoch auch, wessen Erfahrungen in diese Rechte mit eingebracht werden. Ebenfalls die Menschenrechte würden auf Erfahrung beruhen. Besonders das Dritte Reich hat die Inhalte und die Prioritäten der Menschenrechte stark geprägt. Jedoch beruhen die Menschenrechte nicht auf den Erfahrungen der Frauen. MacKinnon will damit nicht sagen, dass Frauen solche Erfahrungen nicht gemacht haben, sondern dass die Geschichte der Menschenrechtsverletzungen an Frauen nicht dokumentiert wird. MacKinnon ist der Meinung, dass Frauen als nichtmenschliche, rechtlose Geschöpfe definiert werden und deshalb in den Menschenrechten nicht beachtet werden. Folgende Punkte erläutern ihre konkrete Kritik an der Menschenrechtsdefinition: • Männer definieren, was ein Individuum heißt, d.h. es gibt keine Frauen, somit müssen diese in den Menschenrechten nicht beachtet werden. • Ein Menschenrecht ist etwas, was der Mann in der Gesellschaft der Frau wieder wegnehmen kann. D.h. eigentlich können nur die Menschenrechte der Männer verletzt werden. • Eine Frau sei noch keine Bezeichnung für eine bestimmte Art des Menschseins. Wenn die Frau kein Mensch ist, müssen die Menschenrechte auch nicht auf solche abgestimmt werden. • Im Großen und Ganzen ist die männliche Realität zum Prinzip der Menschenrechte geworden. Männer nehmen sich die Rechte als Funktion sozialer Macht. • Wenn man soziale Macht hat, gilt man als menschlich. Genau diese Macht aber wird den Frauen gesellschaftlich verweigert. MacKinnons vertritt die Meinung, dass das Leiden der Frauen nicht genug beachtet wird. Wenn Frauen geschieht, was Männern geschieht, dann gibt es zwei Möglichkeiten: entweder wird die besondere Tatsache, dass dies Frauen angetan wurde, nicht in die Summe menschlichen Leidens eingerechnet oder nicht als menschliches Leiden gewertet. Sie meint, dass der Grund, dass diese Tatsachen ignoriert werden, darin liegt, dass es sich meist um sexuellen Missbrauch handelt (Gewalt zu Hause durch den Ehemann, Prostituierte treiben nach dem Missbrauch tot in Flüssen usw.). Diese Art von Gewalt gilt speziell nur den Frauen. Sie ist anrüchig und unangenehm. Es wird nicht darüber gesprochen.

More books from GRIN Verlag

Cover of the book Kalands- und Priesterbruderschaften by Lea Schulz
Cover of the book How successful has india been in achieving a role of influence in international and regional politics since the nuclear tests of 1998? by Lea Schulz
Cover of the book Private Lebensformen im deutsch-italienischen Vergleich - Eine Analyse auf der Basis von Kontaktanzeigen by Lea Schulz
Cover of the book Schlagen Fondsmanager den Markt? by Lea Schulz
Cover of the book Die Funktion von Unterhaltung in den Massenmedien by Lea Schulz
Cover of the book Die Entwicklung des Im- und Exports der Bundesrepublik Deutschland by Lea Schulz
Cover of the book Jamaican Creole and Tok Pisin. Grammatical Similarities and Differences Between English Based Creole Languages by Lea Schulz
Cover of the book Vision einer Friedrichausstellung by Lea Schulz
Cover of the book Der Weg zum Sieg in Poltava by Lea Schulz
Cover of the book Problemorientiertes Lernen in der Pflegeausbildung by Lea Schulz
Cover of the book Earnouts as Payment Currency and Value Gains to Bidder Shareholders. by Lea Schulz
Cover of the book Kindergarten und Schulanfang - Zu Erziehungs- und Bildungszielen by Lea Schulz
Cover of the book Bildungsungleichheiten. Migrationshintergrund vs. Schulkarriere? by Lea Schulz
Cover of the book Das Deuten von Kinderträumen by Lea Schulz
Cover of the book Vorstellung und Vergleich von Verfahren zur Messung von Kontraproduktivität im Rahmen der Personalauswahl by Lea Schulz
We use our own "cookies" and third party cookies to improve services and to see statistical information. By using this website, you agree to our Privacy Policy