Die Platonische Ideenlehre - Analyse ihrer Hauptprobleme unter besonderer Berücksichtigung des 'Dritten Menschen'

Analyse ihrer Hauptprobleme unter besonderer Berücksichtigung des 'Dritten Menschen'

Nonfiction, Religion & Spirituality, Philosophy, Ancient
Cover of the book Die Platonische Ideenlehre - Analyse ihrer Hauptprobleme unter besonderer Berücksichtigung des 'Dritten Menschen' by Christian Grimm, GRIN Verlag
View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart
Author: Christian Grimm ISBN: 9783638450645
Publisher: GRIN Verlag Publication: December 29, 2005
Imprint: GRIN Verlag Language: German
Author: Christian Grimm
ISBN: 9783638450645
Publisher: GRIN Verlag
Publication: December 29, 2005
Imprint: GRIN Verlag
Language: German

Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Philosophie - Philosophie der Antike, Note: 2.0, FernUniversität Hagen, 27 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: 'The safest generalization that can be made about the history of western philosophy is that it is all a series of footnotes to Plato.' Dieser Satz von Whitehead ist weithin bekannt und in der Tat, von Aristoteles bis Cicero, von Plotin bis Augustinus, von Machiavelli bis Nietzsche, von Popper bis Gadamer, kaum ein westlicher Philosoph, der nicht auf Platon bezug nähme. Im Zentrum von Rezeption und Diskussion stehen v.a. der 'ideale Staat' wie er in der Politea entwickelt wird und das Konzept der Ideen selbst, die 'Ideenlehre' als Kern der platonischen Philosophie. Nach Aristoteles war es v.a. Heraklits Auffassung, dass alles in der Welt der Erscheinungen im Fluss sei, die Platon und später auch seine Anhänger nachhaltig prägte und zum Konzept der Ideen führte. Aristoteles Darstellung wird zwar kontrovers diskutiert, unbestreitbar scheint jedoch, was auch immer Platon zur Annahme der Ideen letztlich veranlasst haben mag, die Vorstellung einer veränderlichen Welt im Fluss ohne irgendetwas Beständiges, Ewiges, Unveränderliches, ist nicht spurlos an ihm vorrübergegangen. Im Dialog Kratylos etwa lässt er Sokrates sagen: 'Ja es ist nicht einmal möglich zu sagen, dass es eine Erkenntnis gebe, wenn alle Dinge sich verwandeln und nichts bleibt...und von diesem Satze aus gibt es weder ein Erkennendes noch ein zu Erkennendes. Ist aber immer das Erkennende und das Erkannte, ist das Schöne, ist das Gute, ist jegliches Seiende, so scheint mir dies, wie wir es jetzt sagen, gar nicht mehr einem Fluss ähnlich oder einer Bewegung. Ob nun dieses sich so verhält oder vielmehr so, wie Herakleitos mit den Seinigen und noch viele andere behaupten, das mag wohl gar nicht leicht sein, zu untersuchen.' Mit der Annahme von ewigen und unveränderlichen Ideen hinter den Erscheinungen suchte Platon einen Ausgleich zu schaffen, einen Ausgleich zwischen Heraklit und Parmenides. Die platonische Welt der Erscheinungen, in der sich alles in Veränderung befindet, wird von Heraklit bestimmt. Das feste Sein, an das Parmenides geglaubt hatte ('Mir ist das Sein das allen (Seienden) Gemeinsame. Von wo ich auch beginne, immer wieder komme ich darauf zurück.'), findet dagegen Eingang in die Ideenlehre. Eine solche Hypothese wie die 'Ideenlehre' birgt in sich zwangsläufig eine Reihe von Problemen. Die wichtigsten dieser Probleme zu benennen und zu diskutieren, ist Ziel dieser Arbeit. Dabei soll insbesondere das Problem des 'Dritten Menschen' näher untersucht werden.

View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart

Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Philosophie - Philosophie der Antike, Note: 2.0, FernUniversität Hagen, 27 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: 'The safest generalization that can be made about the history of western philosophy is that it is all a series of footnotes to Plato.' Dieser Satz von Whitehead ist weithin bekannt und in der Tat, von Aristoteles bis Cicero, von Plotin bis Augustinus, von Machiavelli bis Nietzsche, von Popper bis Gadamer, kaum ein westlicher Philosoph, der nicht auf Platon bezug nähme. Im Zentrum von Rezeption und Diskussion stehen v.a. der 'ideale Staat' wie er in der Politea entwickelt wird und das Konzept der Ideen selbst, die 'Ideenlehre' als Kern der platonischen Philosophie. Nach Aristoteles war es v.a. Heraklits Auffassung, dass alles in der Welt der Erscheinungen im Fluss sei, die Platon und später auch seine Anhänger nachhaltig prägte und zum Konzept der Ideen führte. Aristoteles Darstellung wird zwar kontrovers diskutiert, unbestreitbar scheint jedoch, was auch immer Platon zur Annahme der Ideen letztlich veranlasst haben mag, die Vorstellung einer veränderlichen Welt im Fluss ohne irgendetwas Beständiges, Ewiges, Unveränderliches, ist nicht spurlos an ihm vorrübergegangen. Im Dialog Kratylos etwa lässt er Sokrates sagen: 'Ja es ist nicht einmal möglich zu sagen, dass es eine Erkenntnis gebe, wenn alle Dinge sich verwandeln und nichts bleibt...und von diesem Satze aus gibt es weder ein Erkennendes noch ein zu Erkennendes. Ist aber immer das Erkennende und das Erkannte, ist das Schöne, ist das Gute, ist jegliches Seiende, so scheint mir dies, wie wir es jetzt sagen, gar nicht mehr einem Fluss ähnlich oder einer Bewegung. Ob nun dieses sich so verhält oder vielmehr so, wie Herakleitos mit den Seinigen und noch viele andere behaupten, das mag wohl gar nicht leicht sein, zu untersuchen.' Mit der Annahme von ewigen und unveränderlichen Ideen hinter den Erscheinungen suchte Platon einen Ausgleich zu schaffen, einen Ausgleich zwischen Heraklit und Parmenides. Die platonische Welt der Erscheinungen, in der sich alles in Veränderung befindet, wird von Heraklit bestimmt. Das feste Sein, an das Parmenides geglaubt hatte ('Mir ist das Sein das allen (Seienden) Gemeinsame. Von wo ich auch beginne, immer wieder komme ich darauf zurück.'), findet dagegen Eingang in die Ideenlehre. Eine solche Hypothese wie die 'Ideenlehre' birgt in sich zwangsläufig eine Reihe von Problemen. Die wichtigsten dieser Probleme zu benennen und zu diskutieren, ist Ziel dieser Arbeit. Dabei soll insbesondere das Problem des 'Dritten Menschen' näher untersucht werden.

More books from GRIN Verlag

Cover of the book Welche Gründe gibt es für die im Vergleich zu Schweden niedrige Erwerbsbeteiligung von Frauen in Österreich? by Christian Grimm
Cover of the book Ein Jahrzehnt im 21. Jahrhundert by Christian Grimm
Cover of the book Grundzüge der Marxschen Theorie by Christian Grimm
Cover of the book Theophanu - Eine oströmische Prinzessin als weströmische Kaiserin by Christian Grimm
Cover of the book Das Berufsbild der Altenpflege by Christian Grimm
Cover of the book Entwicklung der Arbeitslosigkeit in Stralsund by Christian Grimm
Cover of the book Galvanisieren im Modellbau by Christian Grimm
Cover of the book Speech Accommodation by Christian Grimm
Cover of the book Positionspapier der 'kursbewahrenden' Position für eine Adaption des Grundgesetzes im Zuge der deutschen Wiedervereinigung by Christian Grimm
Cover of the book Der neue Rechtspopulismus als Herausforderung für das politische System der Bundesrepublik Deutschland by Christian Grimm
Cover of the book Unterrichtsstunde: Der Humor Till Eulenspiegels als Impuls zur Entwicklung eines Rollenspiels by Christian Grimm
Cover of the book Analyse und Bewertung des 'Land Grabbing' by Christian Grimm
Cover of the book Binasale CPAP Beatmung als pflegerische Herausforderung by Christian Grimm
Cover of the book Die Hauptschule als Sprungbrett oder Abstellgleis by Christian Grimm
Cover of the book Kundenorientierung im Krankenhaus. Serviceorientiert arbeiten: Wege für das Fachpersonal by Christian Grimm
We use our own "cookies" and third party cookies to improve services and to see statistical information. By using this website, you agree to our Privacy Policy