Die Theorie der 'weiblichen Moral' von Carol Gilligan - Wissenschaftliches Konstrukt oder feministische Parole?

Wissenschaftliches Konstrukt oder feministische Parole

Nonfiction, Health & Well Being, Psychology, Developmental Psychology
Cover of the book Die Theorie der 'weiblichen Moral' von Carol Gilligan - Wissenschaftliches Konstrukt oder feministische Parole? by Michaela Walther, GRIN Verlag
View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart
Author: Michaela Walther ISBN: 9783640348725
Publisher: GRIN Verlag Publication: June 16, 2009
Imprint: GRIN Verlag Language: German
Author: Michaela Walther
ISBN: 9783640348725
Publisher: GRIN Verlag
Publication: June 16, 2009
Imprint: GRIN Verlag
Language: German

Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Psychologie - Entwicklungspsychologie, Note: 2,0, Universität Augsburg, Veranstaltung: Moralentwicklung und prosoziales Verhalten, Sprache: Deutsch, Abstract: 'Man kommt nicht als Frau zur Welt, man wird es' - diese Parole aus dem Werk 'Le deuxième sexe' von Simone de Beauvoir hatte sich Ende der 1960er Jahre der Feminismus auf seine Fahnen geschrieben. Frauen wollten nicht länger an der Norm 'Mann' gemessen werden sondern stellten die Forderung nach mehr Freiheit und einer von weiblichem Einfluss geprägten, grundlegenden Veränderungen des gesellschaftlichen Normen- und Wertesystems, (Vgl. Der Brockhaus-Enzyklopädie 1988, Band 7, S. 188). Zahlreiche populärwissenschaftliche Autoren erkannten die Brisanz aber auch die Verkaufswirksamkeit der Geschlechterthematik und drängten wenige Jahre später mit ihren 'Geschlechterbibeln' auf die Bestsellerlisten. Männer die vom Mars waren und Frauen von der Venus1 sollten plötzlich die Erklärung sein für die Ungleichheit von Mann und Frau und den daraus erwachsenden Konsequenzen. Doch auch seriöse Wissenschaftler setzten sich in der so genannten 'Frauenforschung' mit der Ungleichheit von Mann und Frau auseinander. Eine Vertreterin dieser Forschungsrichtung ist die 1936 geborene USAmerikanerin Carol Gilligan. Die ehemalige Schülerin Erik Eriksons und damalige wissenschaftliche Mitarbeiterin von Lawrence Kohlberg stellte im Zusammenhang mit ihrer Mitarbeit an den Moralstudien Kohlbergs die These auf, das Frauen und Männer unterschiedliche Arten von moralischem Denken praktizieren und setzte sich damit klar von den Forschungsergebnissen Kohlbergs ab, schuf hiermit das Konstrukt einer 'anderen' Moral - einer 'weiblichen' Moral. Zur eingehenden Beleuchtung des Konstruktes der 'weiblichen Moral' ist es zunächst erforderlich, eine Begriffsklärung vorzunehmen: Was meint Moral überhaupt? Anschließend soll auf die Arbeit Lawrence Kohlbergs zur moralischen Entwicklung eingegangen werden. Dies stellt die notwendige Basis dar, um Gilligans Gedankenkonstrukt erfassen zu können - setzt Gilligan ihre Kritik und die Forderung nach der Notwendigkeit einer den Frauen eigenen moralischen Denkweise schließlich hauptsächlich hiervon ab. Was exakt Gilligan unter ihrer Idee von einer 'weiblichen Moral' versteht und inwiefern eine mögliche Zweigeschlechtlichkeit der Moral tatsächlich wissenschaftlich belegbar ist, soll im Anschluss daran gezeigt werden.

View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart

Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Psychologie - Entwicklungspsychologie, Note: 2,0, Universität Augsburg, Veranstaltung: Moralentwicklung und prosoziales Verhalten, Sprache: Deutsch, Abstract: 'Man kommt nicht als Frau zur Welt, man wird es' - diese Parole aus dem Werk 'Le deuxième sexe' von Simone de Beauvoir hatte sich Ende der 1960er Jahre der Feminismus auf seine Fahnen geschrieben. Frauen wollten nicht länger an der Norm 'Mann' gemessen werden sondern stellten die Forderung nach mehr Freiheit und einer von weiblichem Einfluss geprägten, grundlegenden Veränderungen des gesellschaftlichen Normen- und Wertesystems, (Vgl. Der Brockhaus-Enzyklopädie 1988, Band 7, S. 188). Zahlreiche populärwissenschaftliche Autoren erkannten die Brisanz aber auch die Verkaufswirksamkeit der Geschlechterthematik und drängten wenige Jahre später mit ihren 'Geschlechterbibeln' auf die Bestsellerlisten. Männer die vom Mars waren und Frauen von der Venus1 sollten plötzlich die Erklärung sein für die Ungleichheit von Mann und Frau und den daraus erwachsenden Konsequenzen. Doch auch seriöse Wissenschaftler setzten sich in der so genannten 'Frauenforschung' mit der Ungleichheit von Mann und Frau auseinander. Eine Vertreterin dieser Forschungsrichtung ist die 1936 geborene USAmerikanerin Carol Gilligan. Die ehemalige Schülerin Erik Eriksons und damalige wissenschaftliche Mitarbeiterin von Lawrence Kohlberg stellte im Zusammenhang mit ihrer Mitarbeit an den Moralstudien Kohlbergs die These auf, das Frauen und Männer unterschiedliche Arten von moralischem Denken praktizieren und setzte sich damit klar von den Forschungsergebnissen Kohlbergs ab, schuf hiermit das Konstrukt einer 'anderen' Moral - einer 'weiblichen' Moral. Zur eingehenden Beleuchtung des Konstruktes der 'weiblichen Moral' ist es zunächst erforderlich, eine Begriffsklärung vorzunehmen: Was meint Moral überhaupt? Anschließend soll auf die Arbeit Lawrence Kohlbergs zur moralischen Entwicklung eingegangen werden. Dies stellt die notwendige Basis dar, um Gilligans Gedankenkonstrukt erfassen zu können - setzt Gilligan ihre Kritik und die Forderung nach der Notwendigkeit einer den Frauen eigenen moralischen Denkweise schließlich hauptsächlich hiervon ab. Was exakt Gilligan unter ihrer Idee von einer 'weiblichen Moral' versteht und inwiefern eine mögliche Zweigeschlechtlichkeit der Moral tatsächlich wissenschaftlich belegbar ist, soll im Anschluss daran gezeigt werden.

More books from GRIN Verlag

Cover of the book The Blair Witch Project - Eine Filmanalyse by Michaela Walther
Cover of the book Die Eignung des IFRS-Abschlusses als Instrument des Gläubigerschutzes by Michaela Walther
Cover of the book Ansätze zur Optimierung von Interaktions- und Kommunikationsprozessen bei der Pflege & Betreuung von Sterbenden in der stationären Altenhilfe by Michaela Walther
Cover of the book Über Günter Grass: 'Katz und Maus' by Michaela Walther
Cover of the book Henker im mittelalterlichen Bern by Michaela Walther
Cover of the book Die Sünde und die Lüge by Michaela Walther
Cover of the book Handlungskompetenzen by Michaela Walther
Cover of the book Personenbezug von Geodaten by Michaela Walther
Cover of the book Moderner Antisemitismus - Judenfeindlichkeit nach 1945 by Michaela Walther
Cover of the book Schulische Inklusion von Tourette-Betroffenen by Michaela Walther
Cover of the book Unterrichtsentwurf: 'Pässe bitte!' - Konfrontation mit den Funktionen von Grenzen by Michaela Walther
Cover of the book Von der Atomisierung zur Differenzierung by Michaela Walther
Cover of the book Grenzen einer externen Bilanzanalyse by Michaela Walther
Cover of the book Der Pontifikat Urbans II. unter genauerer Betrachtung des 1. Kreuzzuges by Michaela Walther
Cover of the book Ethik und Consulting - ein Widerspruch? by Michaela Walther
We use our own "cookies" and third party cookies to improve services and to see statistical information. By using this website, you agree to our Privacy Policy